Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Bitte nicht füttern!

Gefahr für Pferde Bitte nicht füttern!

Schon für Menschen sind sie alles andere als gesund, für Pferde können sie zur tödlichen Gefahr werden: Süßigkeiten, Chips, Weißbrot oder Gemüsereste.

Voriger Artikel
Verein will Alternativen prüfen
Nächster Artikel
Schraub-Bar feiert Wiedereröffnung

Die Hofreitschule bittet Bürger darum, die Pferde nicht auf eigene Faust zu füttern.

Quelle: Symbolfoto

Bückeburg. Immer häufiger erkranken oder sterben Pferde, weil sie auf der Weide entweder absichtlich oder aus Gedankenlosigkeit von Spaziergängern gefüttert werden. Auch die Pferde der Fürstlichen Hofreitschule wurde bereits mehrmals das Opfer solcher Vergiftungen. „Bitte auf keinen Fall füttern!“ Mit diesem dringenden Appell gingen Hofreitmeister Wolfgang Krischke und seine Frau, Hofreitschul-Direktorin Christin Krischke, jetzt an die Öffentlichkeit.

Begonnen hat das Problem bereits von dem Moment an, als die kostbaren Schulhengste der vor 13 Jahren gegründeten Hofreitschule das erste Mal auf der Weide standen: „Immer wieder haben wir Reste von Brot, Obst und Gemüse an den Zäunen gefunden“, berichten die Hofbereiter.

Unter Qualen gestorben

Schlimme Folgen zeigten die Vergiftungen 2011 bei den Schulhengsten Piano und Amata, die dadurch bleibende Schäden an den Hufen davontrugen. Noch schrecklicher endete der Fall der Berberstute Chakra: Die tragende Stute starb im Jahr 2014, nachdem sie auf der Schimmelweide am Gymnasium mit etwas gefüttert worden war, das sie nicht vertrug. „Es war einfach grauenhaft“, erinnert sich Wolfgang Krischke, „das Tier ist unter Qualen gestorben, und kein Tierarzt konnte ihm mehr helfen.“ Welches Gift der Stute verabreicht worden war, ließ sich bei der anschließenden Untersuchung nicht mehr feststellen.

Krischke glaubt nicht an ein gezieltes Attentat. Eher, dass die Stute genauso wie die Hengste Piano und Amata das Opfer von purer Gedankenlosigkeit und vielleicht auch völlig irregeleiteter Tierliebe geworden sind. Schlimm traf es auch Komtelippe und Halcon auf der Junghengsteweide: Auf der Wiese gegenüber vom Altersheim wurde den Jungpferden im heißen Juli des vergangenen Jahres nicht nur das Trinkwasser entzogen, indem jemand mutwillig und vorsätzlich die Wasserkübel auskippte und umwarf, er verfütterte auch einen kompletten Zehn-Kilo-Eimer Mineralfutter an die Tiere.

Falsch verstandene Tierliebe

Dass die beiden Hengste mit dem Leben davonkamen, kann Wolfgang Krischke noch heute kaum glauben: „Das ist die Menge für mindestens zwei Monate. Dass keines der Tiere eine Kolik bekommen hat, ist ein glattes Wunder.“ Auch in diesem Fall vermuten die Hofbereiter beim Täter grotesk falsch verstandene Tierliebe, gepaart mit fehlendem Sachverstand. Dafür spricht auch, dass die Hofbereiterinnen Patricia Schneider und Rebecca Güldenring damals mehrmals auf äußerst aggressive Weise von einem älteren Spaziergänger verbal angegangen wurden, der ihnen vorwarf, die Pferde auf der Junghengsteweide nicht artgerecht zu versorgen.

„Ich gehe davon aus, dass es sich bei den Tätern um Menschen handelt, die einfach nicht wissen, was sie damit anrichten“, meint Hofreitmeister Wolfgang Krischke.  jp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg