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Bückeburg Stadt Bornemann: „Die Schockstarre spüren wir immer noch“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Bornemann: „Die Schockstarre spüren wir immer noch“
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20:40 29.06.2010
Sonne über dem Bornemann-Gelände: Das Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft, rechnet mit mehr Aufträgen in der zweiten Jahreshälfte. Die sprichwörtlichen Wolken, die durch die Wirtschaftskrise am Unternehmenshimmel aufzogen, scheinen sich zu verziehen. Quelle: rnk

Gelldorf (mld). Wie aber geht es einem der größten Arbeitgeber vor Ort – dem Pumpenhersteller Bornemann? Geschäftsführer Gero von der Wense bemüht sich um Optimismus: „Trotz der Krise schreiben wir schwarze Zahlen im operativen Geschäft“, sagt er. Die „generelle Botschaft“, die er verbreiten will, laute: „Für das Jahr 2010 sind wir im Plan.“

Das liege vor allem an den Maßnahmen, die das Unternehmen „rechtzeitig“ ergriffen habe, vor allem die Reduzierung der Kosten – 30 Millionen Euro sollten allein im Jahr 2009 eingespart werden (wir berichteten). Von der Wense bringt es auf drei Schlagworte, die für Bornemann während der Wirtschaftskrise wichtig seien: Kostenreduktion, Liquidität, Kundenbindung.

Bislang hat sich Bornemann nach von der Wenses Angaben von insgesamt 47 Mitarbeitern getrennt, 20 seien verfrüht in Altersteilzeit gegangen, mit den restlichen Mitarbeitern sei eine laut dem Betriebsratsvorsitzenden Axel Weinert „sozialverträgliche“ Einigung erzielt worden. Damit die Kunden außerdem nicht das so wichtige Vertrauen verlieren, habe sich der Vertrieb vermehrt um den Erhalt der Kundenkontakte gekümmert.

Deswegen befindet sich Bornemann nach den Worten des Geschäftsführers momentan in dem Prozess, seine Vertriebsstruktur umzustellen: Es sollen mehr Tochtergesellschaften im Ausland gegründet werden, jüngst sei eine in Mexiko entstanden. Dadurch rückt das Unternehmen näher an die Kunden heran – die Exportrate des Unternehmens liegt laut von der Wense bei „80 bis 85 Prozent“.

In anderen Bereichen wolle sich das Unternehmen „neu aufstellen“. Enger verzahnt werden sollen zum Beispiel die Prozesse mit Kunstoff Technik Obernkirchen, das rund zehn Prozent des Bornemann-Umsatzes ausmacht.

Doch: Auch wenn die Unternehmensstrukturen an die Wirtschaftskrise angepasst wurden, die Aufträge kommen dennoch nicht gerade in Massen ins Haus. „Wir haben für das erste Halbjahr 2010 keine Projektgeschäfte bekommen“, muss von der Wense bekennen. Anfang des Jahres 2009 befand sich der Ölpreis im rapiden Verfall – „das hat eine Schockstarre ausgelöst, die wir immer noch spüren“, so der Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens.

Wie der Bedarf der Konzerne weltweit nach den Spezialpumpen aus Gelldorf ist, gebe momentan ein nur „uneinheitliches Bild“ wieder, erläutert Weinert.
Als Beispiel benennt von der Wense die deutsche Marine: Ihr Bedarf an Pumpen sei im letzten Jahr stark eingebrochen. Er rechne damit, dass dieses niedrige Auftragsniveau auch noch „Jahre“ anhalten wird.

Deswegen will sich das Unternehmen jetzt vermehrt auf zwei Branchen konzentrieren: Einmal die Produktion von Pumpen für den Bereich Öl und Gas sowie Pumpen für den Bereich Lebensmittel und Pharma. In letzterem Bereich befindet sich die Produktion laut von der Wense „über Plan“. Die Bornemann’schen Pumpen werden hier vor allem für die Förderung von Flüssigkeiten eingesetzt. Im Bereich Öl und Gas sieht von der Wense gar „Wachstumspotenzial“.

Die Planungen für diese Umstellungen im Unternehmen seien bereits im Dezember 2008 erstellt worden. „Viele Unternehmen haben hingegen abgewartet und konnten deswegen erst später reagieren“, so Weinert.

Trotz dieser scheinbar guten Nachrichten: Kurzarbeit gilt in dem Unternehmen noch immer, inzwischen seit Frühjahr 2009, angemeldet ist sie laut Weinert sogar bis zum 31. Dezember dieses Jahres.
Das Unternehmen will die Wirtschaftskrise allerdings nicht nur negativ sehen: „Die Krise zwingt einen, alles zu hinterfragen“, so Weinert – die Effizienz, die Unternehmensstrategie. „Man fragt sich: ‚Wofür ist der Kunde bereit, zu bezahlen?‘“

Geschäftsführer von der Wense blickt optimistisch in die Zukunft: Er rechne mit mehr Aufträgen in der zweiten Jahreshälfte und im Jahr 2011. Eine Linie, die Axel Weinert bekräftigt: „Wir erwarten, dass sich die Kurzarbeit in der zweiten Jahreshälfte reduziert.“ Die Zahl der Aufträge werde anziehen – „und das wird das gesamte Unternehmen fordern.“

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