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Buddeln für mehr Breitband

Schnelles Internet Buddeln für mehr Breitband

Nur mit mageren 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s) kann man derzeit in großen Teilen der Bückeburger Kernstadt surfen. Nicht viel besser sieht es in den Ortsteilen aus, wo ebenfalls nur in einigen wenigen Bereichen 50 MBit/s möglich sein sollen. Bis November soll sich die Rate auf 100 MBit/s steigern.

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Aus der Kurve gekippt

Bürgermeister Reiner Brombach und Telekom-Regionalmanager Jan Helms begutachten den Fortschritt der Arbeiten für schnelles Internet in Bückeburg auf dem Marktplatz.

Quelle: rc

Bückeburg. Nicht nur private Internetnutzer, sondern auch die Wirtschaft, die mit ganz anderen Datenmengen operiert und operieren muss, stören sich daran.

Aber: Ein Ende ist absehbar. Bis Mitte November dieses Jahres werden rund 8100 Haushalte in Bückeburg bis zu 100 MBit/s herunterladen und bis zu 40 Mbit/s hochladen können. Stichwort: VDSL 100. Derzeit läuft der Netzausbau der Telekom auf Hochtouren. Rund zehn Kilometer Glasfaser werden verlegt und 23 sogenannte Multifunktionsgehäuse aufgestellt oder mit modernster Technik ausgestattet. Knapp 1,4 Millionen Euro investiert die Telekom in den Eigenausbau, der aber auch den Kunden anderer Telefonanbieter zugutekommt, wenn ihr Anbieter entsprechende Verträge mit der Telekom abgeschlossen hat.

Vom Fortschritt der Arbeiten machte sich Bürgermeister Reiner Brombach mit Vertretern der Telekom und der beauftragten Baufirma auf dem Marktplatz ein Bild. Dort zogen Bauarbeiter gerade ein Glasfaserkabel ein. Im Mai hatten die Arbeiten im Stadtgebiet begonnen, rund 6,8 Kilometer Tiefbauarbeiten müssen durchgeführt werden, der Rest kann in vorhandene Kanäle und Schächte verlegt werden. Im August sollen die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sein.

Zügige Arbeit für zügiges Internet

„Ein Meilenstein“, freute sich der Bürgermeister über zügiges Internet für alle Bürger: „Gut, dass die Arbeiten so zügig voranschreiten.“ Endlich komme moderne Infrastruktur nach Bückeburg: „Schnelle Internetanschlüsse sind heute für das Leben und Arbeiten in Bückeburg unverzichtbar.“

Das neue Netz wird jedenfalls so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen, und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud werde deutlich bequemer. „Wir liegen voll im Plan, viele der Glasfaser sind bereits verlegt, viele Verteiler stehen schon“, sagte Jan Helms, Regionalmanager der Telekom Deutschland GmbH. Und deutete an, dass die 100 MBit/s nur ein Zwischenschritt sind. Bereits 2018 könne eine nochmalige Aufrüstung auf dann 250 MBit/s über die Bühne gehen.

Glasfaser ersetzt Kupferkabel

Um das schnelle Netz in die Haushalte zu bekommen, wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle an der Bahnhofstraße und den Verteilern das alte Kupferkabel durch ein Glasfaserkabel ersetzt, wie der Breitbandbeauftragte der Telekom, Thomas Bartels erklärte: „Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.“ Die vorhandenen Verteiler werden dazu zu sogenannten Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut: „Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden somit zu Mini-Vermittlungsstellen.“ Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über die bestehenden Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung „schnell“ zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: „Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit.“ Angaben, wie viele MBit/s auf welcher Strecke im Kupferkabel verloren gehen, dazu konnten Helms und Bartels keine Angaben machen. Das hänge von den örtlichen Begebenheiten ab.

Zwei Verteiler werden nicht umgebaut

Mit dem Ausbau kommen alle Bückeburger Haushalte mit der Vorwahl 05722 in den Genuss ungeahnter Surfgeschwindigkeit. „Bis auf 41“, wie Helms sagte. Zwei Verteiler werden aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu MFG umgebaut, da dort zu wenige Haushalte angeschlossen sind. Beide Verteiler liegen im Südbereich der Kernstadt entlang von B83 und Steinberger Straße.

Die Wirtschaftsbetriebe in den Bückeburger Gewerbegebieten können sich demnächst auf noch höhere Übertragungsraten freuen. Wie der Bürgermeister sagte, werde derzeit in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, den Stadtwerken Schaumburg-Lippe und privaten Anbietern eine bessere Versorgung der Gewerbegebiete erarbeitet. Brombach: „Wir rechnen noch. Dann werden wir an die Betriebe herangehen und ausbauen.“ rc

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