Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Bückeburg: Makler optimistisch

290 neue Wohnungen entstehen Bückeburg: Makler optimistisch

In Bückeburg entstehen 290 neue Miet- und Eigentumswohnungen. Heimische Makler glauben überwiegend an gute bis sehr gute Vermarktungschancen. Die ehemalige Residenzstadt profitiere von ihrer Lage zwischen den Ballungszenten Lippe und Hannover.

Voriger Artikel
„Vom Kopf auf die Füße“
Nächster Artikel
In den USA Erfahrungen gesammelt

Die Nachfrage ist hoch: Bückeburger Immobilienmakler sehen gute Chancen, dass die rund 290 Miet- und Eigentumswohnungen auch vermietet oder verkauft werden können.

Quelle: rc

Bückeburg. „Extreme Nachfrage.“ – „Der Markt ist leer gefegt.“ – Es gibt sehr, sehr gute Chancen.“ Nur einer ist etwas skeptisch: „Es wird einiges gehen, aber nicht alles.“ So äußern sich Bückeburger Immobilienmakler zu der Frage, ob die ehemalige Residenzstadt 290 neue Miet- und Eigentumswohnungen braucht. Wie berichtet sollen diese Wohnungen geschaffen werden, wenn alle der derzeit in der Bau- und Planungsstadium befindlichen 19 Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Es können auch mehr werden, denn sich abzeichnende Projekte wie die Umnutzung des Geländes des Krankenhaus Bethels oder der Jägerkaserne sind in den derzeitigen Neubauplänen noch gar nicht enthalten.

 „Die Stadt wird es hergeben“, ist sich Achim Lüders, Leiter der Immobilienabteilung der Sparkasse Schaumburg, sicher: „Die Nachfrage ist bereits jetzt extrem hoch, insbesondere nach Eigentumswohnungen. Und ist bereits jetzt nur sehr schwierig zu bedienen.“ Wenn etwas hereinkomme – ob Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus –, „ist es sofort weg“. Er sehe den Neubau der Wohnungen als „eine absolute Chance für Bückeburg“. Durch Umzüge in die Neubauten würden Altimmobilien frei werden. Dadurch könnten Externe am Bückeburger Wohnungsmarkt fündig werden, so Lüders, und die Einwohnerzahl der Stadt würde steigen. Einhergehend könne sich auch die Altersstruktur Bückeburgs verjüngen.

 Zum Bereich Einfamilienhäuser merkte Lüders an, dass es eine ungebrochene Nachfrage gibt: „Auch wegen der guten Infrastruktur Bückeburgs.“ Das Neubaugebiet „Am Bergdorfer Wege“ sei innerhalb kürzester Zeit ausverkauft gewesen, selbst das jahrelange Problemkind Sprekelsholzkamp sei mittlerweile fast abverkauft.

Mike Harste von der Volksbank äußert Zweifel

 Als „sehr positiv“ bezeichnet Mike Harste die Nachfrage nach Immobilien und Eigentumswohnungen in Bückeburg. Der Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank in Schaumburg hat aber seine Zweifel, ob der Standort 290 neue Wohnungen brauche. Es werde derjenige profitieren, der es schaffe, zuerst am Markt zu sein. Dies werde eine Sogwirkung für die weitere Vermarktung des Objektes haben: „Dann kommen die Interessenten.“ Wer später auf den Markt kommt, müsse schauen, wie hoch die Nachfrage dann noch sei. Auf jeden Fall gelte: „Lage, Lage, Lage.“ Bückeburg sei auf jeden Fall ein interessanter Wohnstandort. Er partizipiere und profitiere von seiner Lage zwischen den Ballungszentren Hannover und Ostwestfalen-Lippe sowie seiner „fantastischen Anbindung“ an die A2 und der S-Bahn.

 Als „leer gefegt“ bezeichnet der Immobilienmakler Joachim Scheffler von der Immobiliengalerie den Bückeburger Wohnungsmarkt. Er bekomme erheblich mehr Anfragen als Angebote. Er hätte „ein bisschen Bauchschmerzen“ angesichts der Nachfrage nach 290 Wohnungen, wenn alles nur Eigentumswohnungen wären. Investoren könnten sich in diesen Zeiten mit den heutigen Darlehenszinsen aber zurücklehnen, wenn die eine Hälfte verkauft und die andere Hälfte vermietet ist. Im Bereich Vermietung, in dem er ebenfalls tätig ist, sind laut Scheffler insbesondere „Drei Zimmer, Küche, Bad“ gefragt: „Die fehlen in Bückeburg.“ Viele junge Erstmieter seien unter den Nachfragern, was ihm zeige, dass Bückeburg eine beliebte und attraktive Wohnstadt sei, auch wegen seiner guten Anbindungen an die Ballungszentren.

 Im Bereich der Eigentumswohnungen warnte Scheffler vor zu hohen Preisen. Bei einigen Objekten dürfte bei Quadratmeterpreisen um die 2500 Euro „die Luft etwas dünn werden“. Bei einer 100-Quadratmeter-Wohnung seien 250.000 Euro „schon eine Hausnummer“. Als „abgegrast“ bezeichnete er den Bereich Einfamilienhäuser: „Da kommt nichts auf den Markt. Und wenn doch, dann ist es sofort weg.“

 Eine „extreme Nachfrage“ und „immensen Bedarf“ sieht der Immobilienmakler Axel Kliver vom gleichnamigen Immobilienbüro, insbesondere nach senioren- und altersgerechten Wohnungen in guter Innenstadtlage für die Generation Ü50: „Die aus ihrem Eigenheim heraus wollen, keine Kinder mehr im Haus haben und keinen Garten mehr pflegen wollen.“ Fahrstuhl und Tiefgarage sowie ein gewisser Standard seien Voraussetzungen für eine gute Vermarktung. 290 neue Wohnungen könne der Bückeburger Markt ohne Probleme aufnehmen: „Die Nachfrage ist da.“

 Ähnlich sieht es Maren Düvelsdorf von Düvelsdorf Immobilien. Insgesamt müsse man abwarten, ob 290 Wohnungen gebraucht werden. Es bestünden aber gute Chancen, die Nachfrage ist da. In Bückeburg gebe es sehr viel unvermietbaren Altbestand, in den die Besitzer seit Jahren nicht mehr investiert hätten. Dringend gebraucht werden nach ihren Erfahrungen bezahlbare Sozialwohnungen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg