Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Bückeburg: Schlechtes Revier für Straftäter

Kriminalitätsstatistik Bückeburg: Schlechtes Revier für Straftäter

Das Polizeikommissariat Bückeburg hat die Kriminalitätsstatistik vorgelegt. 2813 Straftaten wurden danach 2014 registriert, eine weniger als im Jahr davor. Ungeschoren kommen die Straftäter aber selten davon.

Voriger Artikel
Rückgang bei Ausleihen und Nutzern
Nächster Artikel
Auch Vertriebs-Tochter insolvent

Insgesamt 2813 Straftaten wurden beim Polizeikommissariat Bückeburg 2014 registriert, knapp zwei Drittel wurden aufgeklärt.

Quelle: Polizei

Bückeburg. Unverändert gut und weit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt ist die Aufklärungsquote, die bei 64,24 Prozent liegt (Vorjahr 65,85). Das Fazit von Kommissariatsleiter Werner Steding, Ralf Burzlaff vom Ermittlungsdienst und Pressesprecher Matthias Auer: „Hier ist keine Insel der Glückseligkeit, aber hier lebt der Bürger relativ sicher.“ Zum Verantwortungsbereich des Kommissariats gehören außer Bückeburg und Obernkirchen die Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt mit gut 45000 Einwohnern und einer Fläche von 145 Quadratkilometern.

Einfacher und schwerer Diebstahl machen weiter mit knapp 1000 Fällen den Großteil der Straftaten aus. Dabei gibt es kaum Veränderungen gegenüber 2013. Ständig steigend sind dagegen die Betrugsfälle, von denen im vergangenen Jahr 443 Fälle angezeigt wurden. Weit mehr als die Hälfte geht auf die weltweit agierende Internetkriminalität zurück. Diese Fälle aufzuklären, ist nach Angaben des Kommissariats „nur begrenzt möglich“. Anfragen an ausländische Ermittler werden in der Regel „sehr behäbig“ oder gar nicht beantwortet. Auch die restriktive Vorratsdatenspeicherung erschwere die Arbeit der Ermittler, so Steding. Um gut zwei Prozent zugenommen haben 2014 die Rauschgiftdelikte, auch bei den Umweltdelikten wurde eine leichte Steigerung registriert.

Um zwei Fälle auf 67 sank die Zahl der Wohnungseinbrüche. Die Aufklärungsquote liegt bei knapp 33 Prozent, landesweit werden rund 25 Prozent der Einbrüche aufgeklärt. Im Gegensatz zu 2013 stieg aber die Zahl der versuchten Einbrüche von 18 auf 27. Dabei mache sich die Präventionsarbeit bemerkbar, da immer mehr Hausbesitzer auf Sicherheitssysteme bei Fenstern und Türen setzen, die den Einbrechern ihr Treiben vergällen. Wie bereits 2013 werde das Kommissariat auf Prävention und Aufklärung einen Schwerpunkt setzen. „Einbrüche gegen tief in die Privat- und Intimsphäre. Wir wollen unsere Bürger schützen“, so Steding.

Bei der Straftatenentwicklung und Kriminalitätsbelastung (Zahl der Straftaten hochgerechnet auf eine Bevölkerungszahl von 100000) ist ein Anstieg von 6221 auf 6239 Fälle zu verzeichnen. Grund dafür sei, dass als Basis die neuen Zensus-Bevölkerungszahlen dienten. Auch bei dieser Entwicklung liegt Bückeburg weit unter dem Bundes- und dem Landesdurchschnitt, der über 7000 Fälle liegt. rc

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg