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Bückeburg begrüßt das neue Jahr

Gut hineingekommen Bückeburg begrüßt das neue Jahr

Dem nasskalten Wetter zum Trotz: Bückeburg hat sich die Silvesternacht nicht vermiesen lassen. An vielen Orten wurde ausgelassen gefeiert – vor dem „Ratskeller“, dem „Alten Forsthaus“, dem „Minchen“ oder der „Schraub-Bar“ hieß es Punkt 0 Uhr: „Prosit Neujahr – auf ein gutes 2016!“ Arbeiten, wenn andere feiern? Das macht nur bedingt Spaß.

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Tanz im Alten Forsthaus.

Quelle: mig

Bückeburg.  Vor allem dann, wenn man so hautnah dabei ist, wie Gerhard Wehmeyer, der gerade einen Gast nach Bückeburg hat. Der Taxifahrer fährt an diesem Abend von Party zu Party – gucken ist erlaubt, mitfeiern nicht. „Bei uns gilt immer 0,0 Promille, wir feiern dann im Rahmen der Familie“, sagt Wehmeyer, der seit über zwei Jahrzehnten Taxi fährt. Anstoßen an Mitternacht? Wehmeyer nickt. Zusammen mit seinen Kollegen wird er einen Schluck Sekt trinken. „Alkoholfrei versteht sich.“ Denn sonst wäre er in seinem Beruf schnell draußen. Wann er das letzte Mal Silvester zu Hause war? Das wisse er gar nicht mehr genau, sagt Wehmeyer. „Ich bin gerne an Weihnachten zu Hause, Silvester schaue ich mir dann an, wie die Leute feiern“, meint er. „Was glauben Sie, was ich schon alles erlebt und gesehen habe?“

„Ich habe gerade vorhin jemanden zu einem Haus gebracht, der wurde von einer nackten Dame begrüßt.“ Dass der Taxifahrer in Sichtweite stand, machte ihr nicht viel aus. Ein anderes Mal an Silvester habe er eine „sturzbesoffene Prominenz“ bis nach Hamburg gefahren. „Das war die lustigste Fahrt, die ich je hatte. Und viel Trinkgeld gab es auch.“ Ach ja, Trinkgeld: Das ist noch eine schöne Begleiterscheinung von Silvester. „Da gibt es viel extra, auch wenn das in den letzten Jahren etwas nachgelassen hat.“ Wehmeyer hat zu diesem Thema noch eine Geschichte parat: „Bei mir hat mal ein betrunkener Taxigast sein Portemonnaie vergessen. Als ich ihn angerufen habe, hat er gesagt: Können sie behalten. Das waren über 100 Euro.“

Einen Katzensprung entfernt hilft ein anderer „Held der Arbeit“ beim Auffüllen des Büfetts. Kellner Marco muss heute bis etwa 4 Uhr schuften. Spaß macht das sicher nicht. Oder doch? Marco wiegt den Kopf hin und her: „Es ist schon anstrengend, auf der anderen Seite macht es auch Spaß, unseren Gästen ein schönes Erlebnis zu verschaffen.“ Dazu kommt, dass die Gäste im Rathaussaal „sehr locker sind“. „Da ist man gerne dabei, auch wenn man arbeiten muss.“ Nach Mitternacht gönnt sich Marco dann eine kleine Pause: „Dann stoßen wir im Kollegenkreis an, so viel Zeit muss sein.“

Freude an seiner Arbeit hat auch Fabian Hahn vom „Minchen“. „Die Gäste sind alle richtig gut drauf, es macht viel Spaß, dabei zu sein.“ Im Übrigen sei er „das Arbeiten am Feiertag“ ja gewöhnt. „Das ist hier ein bisschen wie ein Zuhause, arbeiten und feiern gehen hier Hand in Hand.“

Den drei „Nachtarbeitern“ standen an diesem Abend Tausende Feierwütige gegenüber, die die einzelnen Partys regelrecht überrannten. Allein im „Minchen“ waren rund 170 Gäste. Gute Stimmung herrschte auch im Rathaussaal, wo knapp 100 Gäste bis weit nach Mitternacht tanzten und schwoften. Die Band „Champagne“ heizte den Besuchern ordentlich ein. „Festes Schuhwerk“ war auch im „Alten Forsthaus“ vonnöten, wo die Teilnehmer bis in den frühen Morgen hinein hotteten.

Nur in der „Schraub-Bar“ war die Stimmung geteilt. Einerseits, andererseits: Das war an diesem Abend immer zu hören. Etwa von Claudia Bruns: „Das ist eine tolle Party, aber leider die Letzte. Wir waren immer gerne hier, schade, dass jetzt Schluss sein soll.“ Vielleicht, so ein Freund, finde sich ja jemand, der die Bar weiterführe. „Denn Schaumburg braucht eine Location, in der regelmäßig Konzerte gespielt werden.“ mig

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