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Bückeburg Stadt Bückeburg unterm Hakenkreuz
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00:17 29.09.2013
Klaus Maiwald (von links) und Angelika Dierking beobachten die Reinigungsarbeiten der AG-Mitglieder. Quelle: bus
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Bückeburg

Ziele waren unter anderem die Synagoge, das Rathaus, der dort zu findende Gedenkstein und mehrere ehemalige Kaufhäuser. Dass die jungen Leute die Gelegenheit nutzten, um etliche der im Lauf der zurückliegenden Jahre 49 vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegten Gedenksteine von Staub und Schmutz zu befreien, gefiel dem im Ruhestand lebenden Pädagogen ganz besonders. „Es ist wichtig, dass das Wissen um diese Menschen nicht in Vergessenheit gerät“, erklärte der als Projektkoordinator fungierende Pensionär.

 Der in der Tradition der von Maiwald geleiteten Geschichtswerkstatt der früheren Herder-Realschule stehenden AG Zwangsarbeit gehören derzeit ein Dutzend Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen an. Die von den Pädagoginnen Angelika Dierking, Hannah König und Christine Müller betreute Gruppe hat sich für die bevorstehenden Monate viel vorgenommen. „Zunächst soll die Thematik bei Gesprächen in den Familien erörtert werden, danach planen wir, noch lebende Zeitzeugen zu befragen“, erläuterten die Betreuerinnen. Überdies werden Fotos und Dokumente gesammelt. Zudem erwarten die Oberschüler Besuch aus Berlin, wo der initiierende Projektgruppenverein seinen Sitz hat, und aus dem tschechischen Teplice, wo Schüler das Thema ebenfalls erforschen.

 Den Abschluss des Projekts soll im Mai 2014 eine unter dem Motto „Bückeburg unterm Hakenkreuz – NS-Zwangsarbeit im ländlichen Raum“ stehende Ausstellung bilden. Die Unternehmung wird auf Bundesebene von der Kulturstiftung des Bundes, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, der Hans-Böckler-Stiftung und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit unterstützt. Auf Landkreisebene engagieren sich die Schaumburger Landschaft, die Stadt Bückeburg, das Museum Bückeburg sowie die evangelische und die katholische Kirchengemeinde Bückeburg. Zudem steht der Heimatforscher Friedrich Winkelhake der Arbeitsgruppe mit Rat und Tat zur Seite.bus

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