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Bückeburger Begegnungsstätte wird 25

Feier am 18. Juni Bückeburger Begegnungsstätte wird 25

25 Jahre ist es her, dass die Städtische Begegnungsstätte an der Herderstraße erstmals ihre Pforten geöffnet hat. Dieses Jubiläum soll am Sonnabend, 18. Juni, unter anderem mit der Bigband Route Sixtyfive und der Gruppe Humor Schallbonbon groß gefeiert werden.

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Bürgermeister Reiner Brombach und Heike Sareyka (Mitte) mit Anny Griffith, die die Begegnungsstätte seit ihrer Gründung besucht.

Quelle: mig

Bückeburg. Bürgermeister Reiner Brombach bringt es auf den Punkt: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir ein solches Haus haben.“ Er betont, dass es immer wieder Anfragen anderer Städte und Gemeinden gebe, „die sich für eine Führung durch die Begegnungsstätte interessieren“. Keine Frage: 25 Jahre nach ihrem Start ist die Einrichtung zu einem echten Erfolgsmodell geworden. Erfolgreich ist das Haus aber nicht nur aus der „Außensicht“ benachbarter Städte: Auch „im Innern“ ist viel Leben, wie die Zahlen von 2015 zeigen. Rund 15.000 Gäste hat das Haus im vergangenen Jahr gehabt.

Unter den zahlreichen Besuchern ist Anny Griffith, die auch an diesem Tag an einem der vielen Tische sitzt. „Ich bin gerne hier, die Atmosphäre ist einfach schön“, sagt die Seniorin, die seit einem Vierteljahrhundert regelmäßig ins Haus kommt. Was ihr an der Begegnungsstätte besonders gut gefällt? „Dass man hier immer nette Menschen treffen kann.“ Und: „Dass die Leute hier sehr freundlich sind und ein offenes Ohr haben.“ Es sei „schön, dass es so was in Bückeburg gibt“, sagt die alte Dame, die die Begegnungsstätte vor 25 Jahren das erste Mal mit ihrer Mutter besucht hatte. „Ohne die Begegnungsstätte würde mir etwas fehlen.“

Ähnlich sieht das der Bürgermeister. Die Begegnungsstätte sei für jeden offen und führe die Menschen zusammen, sagt er. Ein weiterer Vorteil sei, dass das Haus „für jeden gut zu erreichen und dass es barrierefrei ist“. Lob gab es auch für die ehrenamtlichen Helfer, die „überall mitanpacken und das Haus am Leben halten“. „Dieses Haus lebt aus sich selbst heraus“, führt Brombach aus. „Man lässt sich nicht nur bedienen, sondern macht selbst mit.“ Er sei jedenfalls sehr stolz auf die Begegnungsstätte, so Brombach. „Das sind die Dinge, die eine Stadt lebenswert machen. Wenn man das nicht leisten kann, gibt man es auf, eine Stadt zu sein.“

Ebenfalls seit Beginn dabei ist Heike Sareyka, die Leiterin der Begegnungsstätte. Vor fünf Jahren hat sie das Haus neu ausgerichtet – es weiter geöffnet auch für andere Zielgruppen. „Die Senioren von heute sind nicht mehr die Senioren von gestern, da mussten wir uns weiterentwickeln“, erläutert die Chefin. Bemerkbar macht sich das bei den Kunstausstellungen oder den Lesungen, die gemeinsam mit der Stadtbücherei veranstaltet werden. Dann kommen auch 40- und 50-Jährige, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine Entwicklung die Sareyka begrüßt: „Wir wollen uns weiterentwickeln und immer auf einem neuen Stand sein. Wir versuchen, Tradition und Moderne zusammenzubringen.“

Entsprechend vielfältig ist das Programm der Begegnungsstätte. Außer einem Seniorenfrühstück und einem Mittagstisch gibt es einen Internet-Schnupperkurs und ein Offenes Singen. Dazu kommen Angebote der dort ansässigen Gruppen wie Bonsaiverein und Tauschring. „Wir halten unsere Konzepte flexibel“, sagt Sareyka. „Wir gehen auf die Wünsche der Besucher ein und versuchen, auch neue Gruppierungen anzusprechen.“ Als Beispiel nennt sie die Kunstausstellungen, die seit mehreren Jahren neue Besucher in die Begegnungsstätte brächten.

Der Tag der offenen Tür beginnt am 18. Juni um 12 Uhr mit einer Ansprache von Bürgermeister Brombach. Danach gibt es Musik auf der Steirischen Harmonika. Weitere Programmpunkte: 13 Uhr Auftritt einer Tanzgruppe, 13.30 Uhr Osteoporose-Gruppe „Bewegung zum Mitmachen“; 14 Uhr Bigband Route Sixtyfive unter der Leitung von Udo Schatz; 15 Uhr Tanzgruppe; 16.15 Uhr Musik mit der Gruppe Humor Schallbonbon. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, zusätzlich gibt es eine Tombola. Sareyka: „Wir wollen zeigen, wie lebendig unser Haus ist.“

Übrigens: Das Haus Herderstraße 35 wurde im Jahr 1613 vom Fürsten Ernst erbaut. Später zogen in den Bau dann unter anderem die Verwaltung einer Mühle, ein Hofprediger und die Stadtbücherei ein.

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