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Bückeburg Stadt Bückeburger Siedler erheben ihre Stimme
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20:50 03.04.2017
Kornelia Müller Quelle: mig
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BÜCKEBURG

Die Siedler gehören zu den sehr engagierten Bückeburger Vereinen. So gab es auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Aktivitäten, besonders im Grüngürtel der Gemeinschaft – die Siedler sammelten beispielsweise Müll und hängten Nistkästen auf. „Der Grüngürtel ist unser Steckenpferd – wir hegen und pflegen ihn und freuen uns, wenn alles grünt und blüht“, sagte die Vorsitzende in ihrem Jahresbericht. Dass ein waches Auge nötig ist, zeigen die regelmäßig anberaumten Müllsammlungen. „Da werden von uns auch schon mal alte Fahrräder ausgegraben“, merkte Müller kopfschüttelnd an.

Gerade im Bereich des Einkaufszentrums „Kaufland“ gibt es offenbar Kunden, die viel einkaufen, aber auch sehr viel direkt wegschmeißen, und zwar nicht in die Müllbehälter, sondern in die Natur. Zwar sei ein Spaziergang durch den Grüngürtel immer noch sehr schön, nur früher sei er noch schöner gewesen, machte Müller ihren Eindruck von der respektlos behandelten Landschaft deutlich.

Bänke werden nicht mehr aufgestellt

Als ein kaum vorstellbares Beispiel erinnerte sie daran, dass die Siedler in Jahren zuvor selbstverständlich gern Bänke aufgestellt hätten und sich auch um deren Erhalt gekümmert hätten, doch das sei heute – wegen der wiederholten und bewussten Zerstörung der Bänke oder ihrer Verschmutzung – nicht mehr möglich. Das stimmte Müller traurig: „Selbst wenn sie einbetoniert sind, werden die Bänke demoliert.“ Das sei „schade“, vor allem für die älteren Mitbürger, erläuterte sie den anwesenden Siedlern.

Für die Zukunft kündigte Müller an, dass der Vorstand der Siedler aus Bückeburg weiterhin prüfen werde, ob Bebauungs- und Flächennutzungspläne, „die unseren Bereich berühren“, dem Interesse der Siedler genügen und ihrer Satzung entsprechen, oder „zu unserem Nachteil sind“. Immerhin seien die 87 Mitglieder schon „ein paar Leute, „deren Interessen muss man wahren“.

Die Vorsitzende dankte allen Mitgliedern und Helfern, die sich bei Veranstaltungen „uneigennützig einbringen“. Ihr Dank ging auch an die Mitglieder, die die 30 Nistkästen gereinigt haben. Nur ein Nistkasten sei im vergangenen Jahr nicht belegt gewesen, das sei eine „super Bilanz“.

Um mehr Nachwuchs muss sich gekümmert werden

Müller wurde einstimmig in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt, Ewald Waltemathe und Hans-Dieter Heuer werden ihr weiterhin als Stellvertreter zur Seite stehen. Das Amt des Schriftführers übernimmt Heuer zusätzlich, und Marina Wache bleibt Kassiererin. Dem Festausschuss gehören Gerda Hauptmüller, Hans Reimann und Wolfgang Meier an, wobei sich Meier auch um die Internetseite der Siedler kümmert.

In seinem Grußwort sprach Wilfried Vocht (Kreisgruppe) seinen Dank all denen aus, „die immer da sind, sich um alles kümmern, Kuchen backen oder Müll sammeln“. Das Ehrenamt , so Vocht weiter, sei nicht selbstverständlich: „Das wird aber in Berlin noch nicht richtig begriffen.“ Vocht erinnerte an die Siedler, denen es weniger gut gehe. Allein in Niedersachsen hätten zahlreiche Gemeinschaften wegen Überalterung geschlossen werden müssen. Beim Thema Nachwuchs hätte leider so manch ein Verein geschlafen, gab Vocht selbstkritisch zu verstehen. „Das muss sich ändern.“

Für 30-jährige Mitgliedschaft wurden die Eheleute Karl und Margot Schröder geehrt, Blumen gab es auch für Monika Wolf (elf Jahre Schriftführerin) und Willi Blaume (35 Jahre Zeitungsausträger). Außer Ausflügen und Besichtigungen steht in diesem Jahr auch wieder der Frühjahrsputz im Grüngürtel an.mig

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