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Bückeburger Unternehmen ist pleite

Kein Investor gefunden Bückeburger Unternehmen ist pleite

Schlechte Nachrichten von „riwi“ an der Kreuzbreite “: Trotz aller Bemühungen konnte kein Investor für das im Insolvenzverfahren befindliche Unternehmen gefunden werden, das als Hersteller und Dienstleister in den Bereichen Digitaldruck, Beschriftung und Display tätig ist.

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Bückeburg. Der letzte ernsthafte Interessent sagte Anfang der Woche ab, am Mittwoch wurden die verbliebenen 27 Mitarbeiter von Insolvenzverwalter Stefan Höltershinken über die Lage informiert und ihnen die Kündigung ausgesprochen. Donnerstag war der letzte Arbeitstag, ab dem 1. Mai ruht der Geschäftsbetrieb, Restaufträge werden noch kommende Woche abgewickelt.
Wie der Insolvenzverwalter gegenüber unserer Zeitung sagte, habe das Unternehmen trotz aller Bemühungen auch in den vergangenen Monaten rote Zahlen geschrieben. Leider sei nicht der Umsatz gemacht worden, um kostendeckend zu arbeiten. Kunden und Lieferanten hätten zwar zur Stange gehalten, derzeit sei aber die gesamte Auftragslage im Werbe- und Beschriftungsbereich einfach nicht gut genug. Auch die beiden Hausbanken Sparkasse Schaumburg und Volksbank in Schaumburg seien bereit gewesen, bis an die Schmerzgrenze zu gehen, um die Arbeitsplätze zu erhalten.
Die Gespräche mit potenziellen Investoren, die das Unternehmen kaufen wollten, hätten sich am Anfang sehr gut entwickelt. Mit Dreien seien ernsthafte Verhandlungen geführt worden, darunter war eine größere deutsche Firma  sowie ein weltweit tätiges französisches Unternehmen. Diese beiden seien bereit gewesen, die auflaufenden Verluste zu tragen, so Höltershinken. Beide hätten aber abgesagt, weil sie bei „riwi“ keine Führungsebene mehr vorgefunden hätten.
Da in den kommenden Monaten weitere Verluste gedroht hätten, habe er auch im Interesse der Gläubiger den Geschäftsbetrieb einstellen müssen. Die letzten Aufträge werden noch abgearbeitet, dann die Anlagen veräußert und ein Käufer für die Immobilie gesucht.
Wie Höltershinken sagte, sei die Zeit für riwi und seinem Geschäftsmodell abgelaufen. Die Fehler seien in den vergangenen Monaten und Jahren gemacht worden, es versäumt worden, sich neu zu strukturieren und neue Geschäftsfelder zu erschließen: „Die Fehler der Vergangenheit waren in fünf Monaten nicht zu beheben.“
„Riwi“ hatte kurz vor Weihnachten 2014 den Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt. Riwi war 1960 als Vertrieb selbstklebender Buchstaben unter dem Firmenmantel der „Rudolf Prange GmbH & Co., Lacke und Farben KG“ gegründet worden.

von Raimund Cremers

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