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Bühnensommer geht fulminant zu Ende

„Wir sind doch nicht aus Zucker“ Bühnensommer geht fulminant zu Ende

Mit einem fulminanten Schluss-Akkord ist auf dem Marktplatz Bückeburg der Bühnensommer zu Ende gegangen. Der Bigband-Sound von „Star Dust“ kam richtig gut an – ein Gutteil der Zuhörer wippte mit den Beinen und sang mit.

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Die Band „Star Dust“ mit ihrem Chef Karl-Heinz Hölscher (links) macht den Job richtig gut.

Quelle: mig

Bückeburg. Gut, mit dem Wettergott hatte Albert Brüggemann an diesem Tag kein Glück gehabt. Dieser hatte wohl anderweitig zu tun, entsprechend regnerisch war es. Den Bückeburgern war’s ganz offensichtlich egal: Sie machten es sich im Zelt oder unter dem Regenschirm gemütlich. „Wir sind doch nicht aus Zucker“, hatte Bandleader Karl-Heinz Hölscher sein Publikum zu Beginn eingeschworen. Und ergänzt: „Solange es keine Krümel regnet...“

 Ob der Dirigent wohl auch so geredet hätte, wenn die Bühne, sprich; sein Arbeitsplatz, nicht gut abgeschirmt gewesen wäre? Anderseits: Musiker sind ja so einiges gewohnt. Eines steht jedenfalls fest: „Star Dust“ machten ihren Job richtig gut. Beim fetzigen Bigband-Sound der dreißiger bis fünfziger Jahre kamen schnell Erinnerungen hoch: an Glenn Miller und an Duke Ellington, an Count Basie und an Artie Shaw. Ein toller Mix, der von „I got Rhythm“ über „In the Mood“ bis zur „Route 66“ reichte. Dazu gab es einen knackigen Bläsersatz und zahlreiche Soli. Dass immer wieder auch das Publikum einbezogen wird, gehört quasi zum Konzept. So forderte Hölscher die Zuhörer bei „Pennsylvania 6-5000“ dazu auf, genau diese Liedzeile mitzusingen. Viel Erfolg war dem aber nicht beschieden: „Wo seid ihr denn?“, rief der Dirigent ein ums andere Mal verzweifelt. Die „Chortage“ im vergangenen Jahr scheinen bei den Bückeburgern kaum etwas bewirkt zu haben.

 Immerhin: Eines ist nach diesem fulminanten Auftritt klar. Die 1984 aus einer Bigband der Heeresfliegerwaffenschule hervorgegangenen „Star Dust“ sind „alive and kicking“. Der „Dämmerschlaf“ (von 1994 bis 2003) ist längst überwunden.

 Glenn Miller sei Dank, möchte man da rufen. Das war ein toller Abschluss des fünften Bühnensommers. Mehr als zufrieden zeigte sich an diesem Abend auch Organisator Brüggemann. Das Wetter sei diesmal zwar nicht so gut gewesen, „aber einen Ausreißer haben wir ja immer“. Insgesamt habe der Bühnensommer wieder viele Besucher in die Innenstadt gelockt. Für die Zukunft wünscht sich Brüggemann mehr Kabarett im Programm. „Das Problem ist, dass das Angebot in unserer Region nicht besonders groß ist und die vorhandenen Künstler lange ausgebucht sind.“

Von Michael Grundmeier

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