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Nein zur Bebauung der Hofwiesen

Initiative ist wieder aktiv Nein zur Bebauung der Hofwiesen

Die Bürgerinitiative „Initiative zum Schutz der Hofwiesen“ ist wieder aktiv. Das teilte sie in einer Pressemitteilung mit: „Wir sagen Nein zu jeglicher Bebauung der Hofwiesen und sind gern bereit, dem Verein Mehrgenerationenhaus Bückeburg bei der Suche nach einem anderen Grundstück behilflich zu sein.“

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Unsere Berichterstattung über den Ratsentscheid am 28. Mai 1998: Damals sprach sich der Rat mit den Stimmen der Mehrheit gegen die Bebauung der Hofwiesen aus.

Quelle: rc

Bückeburg. Die Initiative sieht sich nach eigenen Angaben als ein lockerer Verbund engagierter Bürger der Stadt Bückeburg und aus der Umgebung. Sie habe keine festen Strukturen, sondern sei eine Sammelbewegung von ökologisch und sozial engagierten und verantwortungsbewussten Menschen.

Das Ziel der „Initiative zum Schutz der Hofwiesen“ war und ist es, die wertvolle Kultur- und Naturlandschaft der Hofwiesen vor jeglicher Bebauung zu bewahren. Keinesfalls gehe es ihr darum, sozial motivierte Projekte pauschal abzulehnen: „Im Gegenteil – sie ist stets aktiv bemüht, alternative Standorte aufzuzeigen, aber auch entsprechende Projekte kritisch zu hinterfragen.“

"Wir werden uns dagegen wehren"

Nun gebe es wieder Bestrebungen, einen Großbau in die Hofwiesen zu setzen, einem Landschaftsschutzgebiet: „Wir werden uns dagegen wehren.“ Der Verein Mehrgenerationenhaus Bückeburg treibe diese Planungen voran. Die Initiative finde so ein engagiertes Projekt gut, doch lehne sie den Bauplatz in den Hofwiesen „kategorisch ab“: „Es gibt andere und bessere Orte für den geplanten Mehrgenerationen-Park mit zwölf dreigeschossigen Häusern mit 57 Wohnungen.“

Die Initiative zum Schutz der Hofwiesen wurde bereits 1995 gegründet, erinnert die Initiative an ihre Geschichte. Damals wurden Pläne des Evangelischen Altersheims in Bückeburg bekannt, nach einem Genossenschaftsmodell einen Erweiterungsbau an der Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße in die Hofwiesen zu bauen. Nach dem damaligen Aufruf der Initiative zum Widerspruch gegen die Änderung der Bauleitpläne für die geplante Bebauung der Hofwiesen durch das Altersheim gingen bei der Stadt Bückeburg mehr als 800 Einsprüche ein. Dies zeige, wie groß das Interesse in der Bürgerschaft in Bückeburg ist, die Hofwiesen zu erhalten, wie sie sind, argumentiert die Initiative noch heute.

Auch damals gab es rechtliche Bedenken

Nach dreijähriger Debatte sprach sich am 28. Mai 1998 der Rat nach einer turbulenten Diskussion mit der damaligen Mehrheit von SPD/FDP und Wählergemeinschaft Bückeburg sowie den Grünen gegen die auch heute noch notwendigen Änderungen von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan aus. Außer ökologischen Bedenken führte die Mehrheit damals auch rechtliche Bedenken ins Feld, da die damals noch existierende Bezirksregierung von der Stadt den Gemeinbedarf für Änderung des Flächennutzungsplans begründet haben wollte. Und sie erwartete eine Darlegung, dass es keine Alternativen zum Standort Hofwiesen gebe. Für die CDU-Fraktion, die für die Bebauung stimmte, stand damals die Sorge um die älteren Mitbürger und fehlende Altersheimplätze im Mittelpunkt. Damals gab es nur ein Altersheim in Bückeburg. Damals lagen die Hofwiesen noch nicht in einem Landschaftsschutzgebiet, die Fischteiche waren noch nicht als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Die damalige Absage wertet die Initiative heute so, dass der Rat schon damals gesehen habe, wie wichtig es sei, die Fläche für Menschen und die nächsten Generationen zu bewahren.

Als Kontaktperson gibt die Initiative Klaus Zastrow an, Pastor im Ruhestand der Stadtkirchengemeinde, der an den Hofwiesen wohnt. Die Homepage der Initiative: www.hofwiesen-bueckeburg.de. rc

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