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Bürgermeister Brombach versteigert Stühle

Ein Elefant in der Sonne bringt 40 Euro Bürgermeister Brombach versteigert Stühle

„Zum Ersten, zum Zweiten und … zum Dritten“: Insgesamt 16 von Dritt- und Viertklässlern der Grundschule Am Harrl mit viel Fantasie und Farbe bunt bemalte Pennälerstühle aus Holz sind bei einer öffentlichen Versteigerung unters Volk gebracht worden.

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Mit flotten Sprüchen versteigert Bückeburgs Stadtoberhaupt Reiner Brombach (Mitte) die von Schülern der Grundschule Am Harrl bunt bemalten Holzstühle. Auf der am Marktplatz aufgebauten Bühne assistiert wurde im dabei von der Schulleiterin Antje Kronenberg und dem Lehrer Karsten Krohn.

Quelle: wk

Bückeburg. Hintergrund war – so Rektorin Antje Kronenberg – die seinerzeit innerhalb des Lehrerkollegiums aufgekommene Idee, durch solch eine spaßige Auktion zusätzliches Geld zur Finanzierung der Stelle der formal bei der Stadt Bückeburg beschäftigten, tatsächlich aber an der Grundschule Am Harrl eingesetzten Bundesfreiwilligendienstleistenden („Bufdi“, Hannah Fischer) einzunehmen.
Bereits im vergangenen Jahr hatten daraufhin einige Jungen und Mädchen das Abschleifen und Grundieren der ausgemusterten Holzstühle übernommen. Vollendet wurde die kunstvolle Veredelung der Sitzmöbel dann von den Teilnehmern einer eigens für dieses Projekt ins Leben gerufenen „Stuhldesign-Arbeitsgemeinschaft“ sowie von Schülern, die bei einer im Rahmen der schulischen Ganztagsbetreuung angebotenen Kreativ-AG mitmachen: „Die Motive haben die Schüler alle selbst entworfen“, betonte der Grundschullehrer Karsten Krohn, der dieses Vorhaben gemeinsam mit seinen beiden Kolleginnen Anja Hubrich und Jutta Dalluhn pädagogisch betreut hatte.
In der Praxis erwies es sich zunächst nicht leicht, an das Geld anderer Leute zu kommen. Zwar hatte man in Person des Bürgermeisters Reiner Brombach einen überaus wortgewandten Auktionator gefunden, der sich überdies redlich bemühte, dem der Versteigerung beiwohnenden Publikum für den von ihm zuerst offerierten Stuhl ein Gebot zu entlocken, doch anscheinend war das in Höhe von 20 Euro angesetzte Mindestgebot noch zu hoch. Am Anfang fand sich niemand, der diesen Betrag auf den Tresen blättern wollte. Erschwerend kam hinzu, dass sich nur eine überschaubare Anzahl Menschen zu der Auktion auf dem Marktplatz eingefunden hatte, überwiegend Familien mit Kindern handelte.
Mit dem zweiten Stuhl kam die Auktion allmählich in Schwung, sodass Brombach einen Stuhl nach dem anderen meistbietend versteigern konnte, wobei mitunter Preise von weit mehr als 30 Euro erzielt wurden. Darunter beispielsweise ein grünes Modell, das als Motiv einen „Elefant in der Sonne“ zeigte, was laut Expertise des Stadtoberhauptes „in Bückeburg ganz selten zu haben“ sei – und vielleicht auch deshalb stattliche 40 Euro einbrachte.
Unterm Strich spülte die Versteigerung laut Kronenberg insgesamt 555 Euro in die Kasse der Grundschule Am Harrl, die – so die Vereinbarung mit der Stadt Bückeburg – für die Finanzierung der Bundesfreiwilligendienststelle aufkommen müsse.

Von Michael Werk

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