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Bunter Melodienstrauß beeindruckt

Frühjahrskonzert im Adolfinum Bunter Melodienstrauß beeindruckt

„Freude, schöner Götterfunken“ ist eigentlich ein Werk für jede Jahreszeit. Beim Frühjahrskonzert am Adolfinum boten Chor und Orchester die großartige Sinfonie von Ludwig van Beethoven als große Festmusik zum Wechsel der Jahreszeiten.

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Streicher am Werk: Johanna und Marion Reichardt mit Martin Rüther.

Bückeburg. Für die Instrumentalisten und ihre Dirigentin Agnes Bergmann-Thiel galt es, die Zwillinge Johanna und Marion Reichardt nach ihrem letzten Einsatz zu verabschieden. Sie können eben nicht nur bestens rudern, zeichnen und turnen, sie vermögen auch Antonio Vivaldis „Frühlings“-Solo aus den „Vier Jahreszeiten“ sauber zu geigen.

Die 148 Akteure aus ganz unterschiedlichen Formationen trafen auf ein Publikum, das sich gerne mitnehmen ließ auf die Frühlingsfahrt. Das beflügelte insbesondere die Musiker, die noch nicht viel Bühnenerfahrung haben. Die Musikklasse von Silvio Seith öffnete die Herzen mit „My Heart will go on“. Bläser ließen gemeinsam mit Imke Röder (Klavier) den „School Spirit“ erklingen. Die zweite Musikklasse bot nicht weniger als ein „New Age“. Aus vorindustrieller Zeit klang „Leise zieht durch mein Gemüt“ herüber, der Vorchor gab aber auch mehrere Popsongs zum Besten. Eine schmunzelnd gesungene Mischung aus Frühlingsgefühl und Geisterfahrt war mit dem Chor „Im Wagen vor mir“ zu erleben. Chorleiter Tobias Kästner gab den sangestrunkenen Verkehrssünder, ehe er die Abiturientin Gina Bach mit Worten des Dankes verabschiedete.

Nicht ohne Stolz konnte Olaf Mengeling verkünden, dass die Bigband des Adolfinum sich erheblich erweitert hat. Duke Ellingtons „C-Jam Blues“ war genau das Richtige, um die Frühlingsfahrt mit dem vollen Sound der großen Formation fortzusetzen. „Green Onions“ gehörten auch zum Frühlingsmenü. So hatten Cornelia Kastning und ihr Leitungskollege Martin Rüther, der kurz zuvor noch an der Geige zu erleben war, am Ende viele Gründe, die fünf Musikpädagogen des Hauses mit Blumen zu beschenken und dabei auch an den emsigen Einsatz von Technikern wie Thorsten Schindler und Karl Specht zu denken.

Im Mittelpunkt aber standen die jungen Musiker mit ihrem schönen bunten Melodienstrauß aus mehreren Jahrhunderten. Stellvertretend für all die Frühlingsboten seien hier nur Leon Marx (Klasse 5.1) an der Blockflöte, Paula Möller (Klasse 7.2) am Violoncello, Paul Fabian (Klasse 9.1) an der Klarinette und Jonas Markworth (Klasse 9.3) an der Querflöte genannt. Seniorgeiger Günter Reichardt, der nach über 20 Jahren Konzerttätigkeit mit Dank und Anerkennung verabschiedet wurde, weiß den Orchestergarten im Adolfinum bestens bestellt.

Großzügig spendeten die vielen Gäste für die Anschaffung eines neuen Flügels. Auch wenn Jan-Peter Voß am Rißmann-Flügel, der um 1900 seinen ersten Frühling hatte, sehr flott aufspielte, läuft allmählich die Restlaufzeit für das gute alte Stück. Zum Glück geht es nicht um Beträge, wie sie ein Spaßvogel in Schillers Ode hineinlesen könnte: „Seid umschlungen, Millionen!“ vhs

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