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Chaotische und gefährliche Situationen

Stadtteilbegehung der SPD in Bückeburg Chaotische und gefährliche Situationen

Mit der Verkehrssituation rund um die Kindertagesstätte „Arche Noah“ und dem Eckgrundstück an der Einmündung der Bergdorfer in die Hannoversche Straße haben zwei echte Reizthemen im Mittelpunkt der jüngsten Stadtteilbegehung des SPD-Ortsvereins Bückeburg gestanden.

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Sebastian Geisler, Vorsitzender des Fördervereins „Weiße Taube“ (links), erläutert die Verkehrslage vor der Kindertagesstätte „Arche Noah“.

Quelle: jp

Bückeburg. Vor der Kindertagesstätte ließen sich die SPD-Mitglieder die schon mehrmals öffentlich debattierten Gefahren durch den enorm angestiegenen Verkehr von Kindergartenleiterin Ulrike Sülflow und Sebastian Geisler, dem Vorsitzenden des Fördervereins „Weiße Taube“, erläutern. Vor allem zu den Tageszeiten, wenn Eltern ihren Nachwuchs zum Kindergarten bringen oder von dort abholen, kommt es auf der Bergdorfer Straße rund um die Kindertagesstätte zu geradezu chaotischen und teilweise sehr gefährlichen Situationen.

 Vor allem wegen des Mangels an Parkplätzen für den „Anlieferverkehr“ direkt vor dem Kindergarten stellten viele Eltern ihr Auto am gegenüberliegenden Fahrbahnrand ab. Entgegenkommende Autos aus Richtung Bergdorf würden dann jedoch ihre Geschwindigkeit kaum abbremsen, sondern viel zu schnell zwischen den parkenden Autos hindurchfahren. Das bereits geltende Tempolimit auf 30 Stundenkilometer werde kaum beachtet. Da viele Eltern mit ihren Kindern auf dem Weg vom Auto zum Kindergarten die Straße überqueren müssten, sei die Gefahr eines Unfalls außerordentlich hoch. Ganz besonders schlimm sei das Verhalten einiger Busfahrer, beklagte der Vater eines Kindergartenkindes. Diese würden auf ihrer Fahrt stadteinwärts bedenkenlos mit ihren riesigen Fahrzeugen über die abgesenkte Bordsteinkante fahren und direkt vor der Kindertagesstätte über den Bürgersteig donnern.

 Vor allem die enorme Zunahme sowohl des Personen- als auch des Lastkraftverkehrs auf der Bergdorfer Straße seien für die Zuspitzung der Situation in den vergangenen Jahren verantwortlich, so Sülflow. Zudem seien seinerzeit beim Umzug der Kindertagesstätte „Arche Noah“ auf das ehemalige Krankenhausgelände an der Bergdorfer Straße viel zu wenig Parkplätze einkalkuliert worden. „Und die katastrophale Parkplatzsituation ist bis heute nicht entschärft worden.“ Ermahnungen an die Eltern, weiter in Richtung Bergdorf liegende Parkbuchten zum sicheren Ausstieg ihrer Kinder zu verwenden, seien ins Leere gelaufen. Zudem sei es den Eltern nicht wie bei Schulkindern möglich, nur kurz anzuhalten und die Kinder aus dem Auto aussteigen zu lassen: „Die Kinder müssen schließlich bis in die Gruppe gebracht und übergeben werden.“ Und werde erst einmal das Neubaugebiet in Bergdorf erschlossen, verschärfe sich die Situation noch zusätzlich.

 Eine schnelle Verbesserung erhofft sich Geisler davon, die Hinweisschilder auf das Tempolimit für die Autofahrer deutlicher erkennbar zu machen. Dies wollen die SPD-Mitglieder durch die Stadt Bückeburg kurzfristig umsetzen lassen. Etwas teurer, aber Geislers Erfahrung nach äußerst wirksam, sei die Installation einer Geschwindigkeitsmessschleife, gekoppelt mit einem großflächigen elektronischen Warnschild.

 Von der kurzfristig ins Spiel gebrachten Idee, den gesamten „Anlieferverkehr“ der Eltern auf die rückwärtige Seite des Kindergartens zu verlegen, hielten die Teilnehmer der Stadtteilbegehung wenig: Die Hannoversche Straße sei als Haupteinfallsstraße in den Morgenstunden viel zu stark befahren, das Problem werde somit nur verlagert. Und auch eine völlige Veränderung der Verkehrsführung, etwa durch eine Einbahnstraßenregelung auf der Bergdorfer Straße stadtauswärts und eine Verbindung von Bergdorfer Straße und Hannoverscher Straße im Bereich Falkingsviertel, wurde als eher unrealistisch eingestuft.

 Einen wahrlich nicht schönen Anblick bietet das Eckgrundstück an der Einmündung der Bergdorfer in die Hannoversche Straße gegenüber dem „Bienenkorb“. Die Fischhandlung, die dort einmal residierte, ist seit über 30 Jahren geschlossen, auf dem unkrautüberwucherten Gelände türmen sich seit Jahrzehnten Müll, Trümmer und Unrat. Es sei völlig unbegreiflich, weshalb der Grundstücksbesitzer angesichts des hohen Bedarfs an zentrumsnahem Wohnraum nicht in die Gebäude investiere, äußerte SPD-Mitglied Karl-Heinz Krause. Leider könne man den Besitzer seitens der Stadt zu nichts zwingen, bedauerte Ortsvereins-Chef Albert Brüggemann. Erst wenn Gefahr im Verzug sei, beispielsweise im Falle eines Ungezieferbefalls, könne gegebenenfalls der Landkreis aktiv werden.  jp

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