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Codierung hemmt Langfinger

350 Drahtesel gekennzeichnet Codierung hemmt Langfinger

Rund 350 Fahrräder, schätzt Swintha Buhrmester, hat die Polizeidienststelle Bückeburg im Rahmen ihrer diesjährigen Codierungsaktionen mit unverwechselbaren Kennzeichnungen ausgestattet. Mithilfe des Codes kann Auskünften der Oberkommissarin zufolge jedes Rad eindeutig identifiziert werden.

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Die siebenjährige Joeline beobachtet Thorsten Köllner, der ihr Fahrrad codiert.

Quelle: bus

BÜCKEBURG. Der Code enthält unter anderem Gemeinde- und Straßenschlüssel sowie Hausnummer und die Initialen des Besitzers. „Selbst wenn das Fahrrad nicht in der Sachfahndung notiert ist, führt die Chiffre zumindest zu der Wohnanschrift des Eigentümers“, erläuterte Buhrmester. Und mitunter ist die Polizei dank des Codes bereits erfolgreich, noch ehe der Besitzer den Diebstahl bemerkt hat. „Wir hatten schon Fälle, in denen die Eigentümer ihren fahrbaren Untersatz im Abstell-Schuppen wähnten und vom Diebstahl nichts ahnten“, erzählte die Expertin, die die Aktionen gemeinsam mit Oberkommissarin Gabriela Dehne und Fachmann Thorsten Köllner betreut.

Berechnungen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gemäß wird in Deutschland alle 90 Sekunden ein Drahtesel gestohlen. Allerdings mit abnehmender Tendenz, was Fachleute auch auf technische Fortschritte zurückführen.

„Die Schlösser werden immer besser“, weiß Christian Ponzel vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Langfinger würden gehemmt und hätten heute weniger Zeit als früher. Dauere es länger als drei Sekunden, ein Schloss zu knacken, ließen sie das Klauen oft bleiben.

Versicherer mussten 2015 etwa 100 Millionen Euro zahlen

Der GDV hat ein Interesse an der Entwicklung, weil Fahrraddiebstähle über die Hausratsversicherung reguliert werden. Die Versicherer mussten 2015 etwa 100 Millionen Euro an ihre bestohlenen Kunden zahlen. Tatsächlich dürfte die Zahl der entwendeten Fahrräder deutlich höher liegen als in der Kriminalitätsstatistik angegeben.

Grob geschätzt komme in Niedersachsen nur jeder zweite Diebstahl zur Anzeige, legt das Innenministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen dar. Das gehe aus einer Dunkelfeldstudie des Landeskriminalamts hervor. Wer sein Fahrrad nicht versichert habe, zeige den Diebstahl in der Regel auch nicht an.

Sicherheitsexperten raten ausdrücklich dazu, Fahrräder immer an einen unbeweglichen Gegenstand anzuschließen. Als Schloss wird ein massives Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschloss empfohlen. „Lediglich das Vorder- oder Hinterrad zu blockieren, reicht nicht aus“, betonte Buhrmester. Das leuchtete auch Joeline ein, die mit sieben Jahren zu den jüngsten Besuchern der Abschlussaktion zählte. bus

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