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Damit der „Wohlfühlfaktor“ stimmt

Umfangreiche Sanierung in Bückeburger Hallenbad Damit der „Wohlfühlfaktor“ stimmt

Das Hallenbad der Ex-Residenz wird im Laufe des Jahres grundlegend technisch saniert. Es erhält eine neue Lüftungsanlage – außer der Warmwasserbereitung eines der Herzstücke eines Hallenbads.

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Die alte Lüftungsanlage ist jetzt schon turmhoch. Für die neue muss jetzt extra ein Anbau gebaut werden, sagte Betriebsleiter Eric Rechenberg.

Quelle: rc

Bückeburg. 700.000 Euro sind für einen Anbau und die neue Technik sowie der Komplettsanierung der Duschen veranschlagt, wie der Geschäftsführer der Bäder GmbH, Reiner Wilharm, und Betriebsleiter Eric Rechenberg in einem Pressegespräch mitteilten.

 50 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit sind der „Wohlfühlfaktor“, damit das Schwimmen in einem Hallenbad schön und angenehm ist. Pro Quadratmeter Wasseroberfläche verdunsten täglich drei Liter Wasser. Das bedeutet bei einer Wasseroberfläche von 312 Quadratmetern im Hallenbad knapp einen Kubikmeter Luftfeuchtigkeit, die aus der Schwimmhalle über die Lüftungsanlage nach außen gebracht werden muss, um die 50 bis 60 Prozent konstant zu halten. „Würden wir keine Lüftung haben, könnten wir das Bad innerhalb weniger Tage dichtmachen und hätten massive Bauschäden zu befürchten“, erklärte Rechenberg. Die jetzt vorhandene Anlage ist in die Jahre gekommen und bereits 30 Jahre alt. Kürzlich sorgte der Ausfall eines Motors dafür, dass die gesamte Anlage fast einen Tag stillstand.

 Da war die Entscheidung für die neue kosten- und energiesparende Anlage, eine Wärmerückgewinnungsanlage aber bereits getroffen. Sie entspricht den neuesten energetischen Anforderungen. Die aus dem Bad abgesaugte warme feuchte Luft wird genutzt, um über einen Wärmetauscher die von außen angesaugte kalte Frischluft zu erwärmen. Auch die Fortluft wird noch einmal zur Energierückgewinnung genutzt. Mit 13.000 Euro weniger Energiekosten rechnet die Bäder GmbH pro Jahr. Wilharm: „Amortisieren wird sich das in 20 Jahren nicht.“

 Die neue Anlage wird aus zwei separaten Lüftungen bestehen: Mit der einen wird das eigentliche Bad entlüftet, mit der anderen die Nebenräume wie Duschen, Umkleiden, Bistro oder Toiletten. Die Geräte sind so voluminös und gut isoliert, dass sie nicht mehr in den alten Technikraum passen. Daher muss ein Anbau vor dem vorhandenen Technikraum mit einer Grundfläche von 42 Quadratmetern gebaut werden, mit dem Mitte April begonnen wird. Die alte Technik im Inneren muss vor Ort zerlegt werden, damit sie aus dem Technikraum gehievt werden kann.

 Mit der neuen Lüftung müssen teilweise auch neue Lüftungskanäle verlegt werden. Dadurch müssen Deckenhöhen verändert und der Duschbereich, ebenfalls schon rund 30 Jahre in Betrieb, komplett saniert werden. Auch Abläufe und weitere sanitäre Einrichtungen werden erneuert. Bis Mitte September mit dem Ende der Freiluftsaison im Bergbad soll die Erneuerung abgeschlossen sein. „Ein enger Zeitrahmen“, wie Wilharm und Rechenberg unisono feststellten. Etwas „Luft“ kann durch einen früheren Beginn der Bergbadsaison gewonnen werden, zwischen dem 1. und 9. Mai ist ins Auge gefasst. Oder die Freiluftsaison wird über Mitte September hinaus, wo das Bergbad üblicherweise geschlossen wird, verlängert.

 Übrigens: Den Anbau mit einer Solar- oder Photovoltaikanlage zu versehen, lohnt sich nicht – das Dach ist zu klein. Und auf dem Dach der stadteigenen Dr.-Faust-Halle kann eine solche Anlage nicht errichtet werden. „Dafür ist die Statik leider nicht ausgelegt“, bedauerte Wilharm. rc

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