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„Das Publikum muss mitmachen“

Bückeburg / Halloween „Das Publikum muss mitmachen“

Dass er alle liebt, braucht „Nice Guys“-Sänger Olaf Schulzik schon lange nicht mehr auf das während seiner Auftritte grundsätzlich triefnass geschwitzte T-Shirt zu schreiben oder mit letzter Kraft ins Publikum zu schreien: Das wissen seine Fans ohnehin mit absoluter Gewissheit.

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„Minchen“-Chef Fabian Hahn (links) in schaurig-schöner Gesellschaft.

Quelle: jp

Von Johannes Pietsch. Warum wohl sonst sollten er und die übrigen „Nice Guys“ – Achim Serak (Gitarre), Sven Horl (Bass) und Salvatore di Bella (Schlagzeug) – seit nunmehr 18 Jahren zu Halloween das „Minchen“ rocken und sich dabei stets bis zur allerletzten Faser verausgaben? Dass den „Nice Guys“ die Halloween-Party im „Minchen“ eine Herzensangelegenheit und der ehemalige Bückeburger Ostbahnhof ihr zweites Zuhause ist, daran ließ der stets im Rock auftretende Leadsänger von der ersten Sekunde des mit „Jailbird“ eröffneten Auftritts keinen Zweifel: „Wir sind zu Hause.“

Hatte das fidel-vitale Rock-Quartett vor einem Jahr bereits zum großen Geister- und Kürbiskopf-Event im „Minchen“ ein wahrhaft höllisches Rockfeuerwerk abgebrannt, so legten Schulzik, Serak & Co. diesmal noch eine Schippe drauf und gaben von Anfang an musikalisch Vollgas. Nach Neil Youngs „Rocking in a free world“ ging es gleich in die Vollen mit Ohrenfeindts „Immer Rock’n’Roll“, dem einzigen deutsch gesungenen Stück des Abends: „Weil der so wunderbar beschreibt, was wir machen.“

 Überraschungsgäste wie vor einem Jahr die Blechbläser der Hamelner Kollegen „Out of Order“ hatten die „Nice Guys“ diesmal nicht mitgebracht, dafür zauberten sie als musikalisches Halloween-Präsent mehrere Nummern von „Deep Purple“ aus dem Köcher: „Black Night“ aus dem Jahr 1970, dann der Sprung in die Achtziger zu „Perfect Strangers“, anschließend zurück in die Siebziger mit „Highway Star“, dem Eröffnungssong des 1971er Albums „Machine Head“, der aufgrund seiner unglaublichen Geschwindigkeit später von diversen Vertretern des Speed Metal gecovert wurde. Nicht weniger rasant ging’s zu bei „Hard to handle“ von den „Spin Doctors“ und dem „ZZ Top“-Klassiker „Gimme all your lovin“ („Wir spielen jetzt mal was Älteres, denn wir sind ja auch schon älter“). Höchstbelastung also für die schulzik’schen Stimmbänder, sodass die Band schon nach dem „Doctor, Doctor“ rief, wohlgemerkt nach dem der britischen Hardrocker „UFO“ (und nicht etwa dem von Robert Palmer).

 Zeit, dass die fast durchweg schaurig-schön kostümierten und vor allem geschminkten Gäste (Corpsepaint war in diesem Jahr eindeutig der modische Renner) musikalisch auch mal was taten: „Mein Name ist Olaf, und ich bin Verfechter von: Das Publikum muss mitmachen!“ Sprach’s und ließ die Damen und Herren Vampire, Geister, Hexen und Dämonen zu „Paradise City“ von „Guns’n’Roses“ und zu „Run to you“ von Bryan Adams abtanzen und mitsingen. „Ihr wisst ja, dass an dieser Stelle immer eine Ballade kommt“, kündigte der „Nice Guys“-Sänger mit „Angels“ die erste Zugabe an.

 Noch lauter als bei dem Robbie-Williams-Klassiker von 1997 sang das Publikum dann nur noch beim vierten und bekanntesten „Deep Purple“-Song mit: „Smoke on the water“, dem Stück mit dem vermutlichen berühmtesten Eingangs-Gitarren-Riff der Rockgeschichte.

Übrigens: Auch wenn die diesjährige Halloween-Party mit den „Nice Guys“ schon wieder Geschichte ist: Das Kürbiskopf-Fest wird im „Minchen“ noch bis zum Donnerstag zelebriert.

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