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Das Thema Brenntage wird erneut vertagt

Bückeburg / Ausschusssitzung Das Thema Brenntage wird erneut vertagt

Gestern und heute gehören wieder zu jenen Tagen im Jahr, an denen nach Herzenslust gekokelt werden kann. Was manche Bückeburger auch ohne Rücksicht tun, wenn sie ihre Gartenabfälle verbrennen, selbst wenn die Grenzabstände nicht eingehalten werden und den lieben Nachbarn Häuser und Wohnungen verqualmt werden.

Bückeburg. Bückeburg (rc). Regelmäßig kommt es zu Beschwerden, regelmäßig diskutiert auch der Bau- und Umweltausschuss, ohne zu grundlegenden Entscheidungen zu kommen, ob die Brenntage nun abgeschafft werden sollten oder nicht. Oder ob der regelmäßige Hinweis ausreicht, dass wegen des einzuhaltenden Grenzabstandes in Bückeburg ohnehin an so gut wie keiner Stelle gebrannt werden darf.

 Am Donnerstagabend war es wieder einmal so weit. Dieses Mal war ein Antrag der Faktion von Bündnis90/Die Grünen der Auslöser, der das Thema auf die Tagesordnung gebracht hatte. Die Öko-Partei fordert die Abschaffung der Brenntage, gleichzeitig soll ein Sammelsystem für die pflanzlichen Abfälle eingeführt werden oder aber die Benutzung des Bückeburger Kompostplatzes in der Kornmasch kostenfrei sein.

 Lange diskutiert wurde nicht. Der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) wies darauf hin, dass es für den Monat März ohnehin zu spät sei, die Brenntage zu stoppen. Die Brenntage seien durch eine Verordnung geregelt, die ohnehin nur durch den Rat geändert werden könne. „Und das bekommen wir so kurzfristig nicht hin.“ Er schlug daher vor, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen. „Dann haben wir mehr Zeit zu beraten und Entsorgungs-Alternativen dafür zu finden, wenn wir die Brenntage abschaffen.“ Beim Landkreis Schaumburg gebe es Bestrebungen in diese Richtung. Diese würden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 Insinger wies zudem auf den Beschluss hin, den der Ausschuss vor einiger Zeit gefasst hatte, nämlich dass das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen nur nach vorheriger Anmeldung im Ordnungsamt erlaubt sei: „Dieser Beschluss ist offensichtlich nicht umgesetzt worden.“ Auch die geforderten Kontrollen seien offensichtlich nicht erfolgt, bemängelte die Ratsfrau Renate Hattendorf-Strahler (SPD). Was Insinger zu der Anmerkung veranlasste: „Wenn in den nächsten Tagen irgendwo Qualm in Wohngebieten aufsteigt, rufen sie ruhig Polizei oder Ordnungsamt an.“

 Die Verordnung in Auszügen: Pflanzliche Abfälle dürfen außerhalb in Zusammenhang bebauter Ortsteile an jedem Freitag und Sonnabend in den Monaten März und Oktober zwischen 8 und 18 Uhr verbrannt werden, nicht jedoch am Karfreitag. Beim Verbrennen sind folgende Mindestabstände einzuhalten:

 20 Meter zu Gebäuden aus nicht brennbaren Materialien und harter Bedachung, jedoch 30 Meter zu Gebäuden mit Aufenthaltsräumen, Gebäuden mit weicher Bedachung, öffentlichen Verkehrswegen, Wäldern, Erholungseinrichtungen, allerdings 100 Meter zu Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Krankenanstalten, Altenheimen und sonstigen Einrichtungen mit erhöhter Explosions- oder Brandgefahr. Soll in einem Abstand bis zu vier Kilometer von einem Flughafenbezugspunkt oder bis zu 1,5 Kilometer von einem Landeplatz oder Segelfluggelände verbrannt werden, ist das Benehmen mit der Flugleitung herzustellen.

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