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Das Welt-Musical nimmt Form an

Bückeburg / Theater Das Welt-Musical nimmt Form an

„Schaumburgs West Side Story“ nimmt Konturen an. Erstmals trafen sich jetzt junge Tänzerinnen und Tänzer zu einem Casting in „Marks Tanzschule“, um sich für eine der noch zu besetzenden Hauptrollen zu bewerben.

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Rasim Berisha (17) aus Porta Westfalica sprüht nur so vor Energie. jp

Bückeburg. Im Sommer dieses Jahres will Tanzschul-Chef Mark Rudi seine Version des weltberühmten Musicals als Tanz-Inszenierung auf die Bühne bringen (unsere Zeitung berichtete).

 Umgeschrieben wurde das Stück bereits von ihm. Für die Musik werden die beiden in der HipHop-Szene bekannten Produzenten Rompf und Hotsno verantwortlich zeichnen. In den kommenden Wochen soll die Entscheidung über die Besetzung der Hauptrollen fallen.

 Während die ursprüngliche „West Side Story“ von Leonard Bernstein, Stephen Sondheim und Arthur Laurents die aus Shakespeares „Romeo und Julia“ bekannte Liebesgeschichte der beiden Angehörigen zweier verfeindeter Familien-Clans aus Italien ins New York der 50er Jahre übertrug, siedelt Mark Rudi die Handlung im Schaumburger Land an. In seiner multikulturellen Variante sind es die junge Türkin Selin und der russischstämmige Lev, die sich gegen den Willen ihrer seit langer Zeit verfeindeten Familien ineinander verlieben – mit tragischem Ausgang, wie Shakespeare- und Bernstein-Kenner längst wissen.

Neun junge Tänzer hatten sich zu dem ersten Casting eingefunden. Darunter auch Tanzschüler von Mark Rudi wie die 15-jährige Damla Cilesiz aus Bückeburg, die sich durchaus vorstellen konnte, sogar die Hauptrolle der Selin zu übernehmen. Bereits einige spektakuläre Breakdance-Moves brachte Rasim Berisha beim Casting auf die Bühne: Der 17-Jährige aus Porta Westfalica trainiert den in den 80er Jahren in den USA populär gewordenen Tanzstil seit drei Jahren zusammen mit Freunden: „Wir treffen uns regelmäßig in einem Jugendtreff, um gemeinsam neue Bewegungen auszuprobieren.“ Auch den 26-jährigen Adam Kord aus Obernkirchen hatte es zu dem Casting für die Schaumburger West Side Story getrieben: „Ich will zeigen, was ich kann.“

 In dieser ersten Casting-Runde hatten die jungen Tänzer, teilweise in Paaren, teilweise allein, eine zweiminütige Choreografie zu einer vorgegebenen Musik einzustudieren und vorzutanzen. „Mir ist klar, dass ich es hier nicht mit professionellen Tänzern zu tun habe“, erklärte Musical-Initiator Mark Rudi den Kandidaten. Wichtig sei ihm die Eigendynamik, die ein junger Tänzer an den Tag lege. „Diese Energie muss von Euch kommen. Meine Aufgabe ist es, sie in richtige Bahnen zu lenken. Wenn ich sehe, dass jemand vor Energie völlig ausflippt, dann ist er genau der Richtige für mich.“ Die perfekte, fehlerfreie Bewegung sei bei einem solchen ersten Casting noch überhaupt nicht entscheidend. „Mit geht es darum, dass ich Eure Entschlossenheit spüre.“

 Als ebenso wichtiges Auswahlkriterium für eine Rolle in der „Schaumburger West Side Story“ nannte Mark Rudi die Zuverlässigkeit eines Kandidaten. „Wenn jemand in einer tragenden Rolle tanzen will, muss sich sein Team felsenfest auf ihn verlassen können.“

 Nach diesem ersten Casting will sich der Musical-Initiator in den kommenden Wochen intensive Gedanken über die Rollenvergabe machen. Am Samstag, 14. Februar, soll bereits mit dem Intensivtraining begonnen werden. Zu diesem Termin will Rudi alle neun Kandidaten des Castings auf jeden Fall wiedersehen.

 Dann hofft der Tanzlehrer nicht nur, alle Hauptdarsteller für seine „West Side Story“ gefunden zu haben, sondern auch die Aufführungstermine im Sommer bekannt geben zu können. jp

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