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Das große Bückeburger Schulkarussell kommt in Gang

Bückeburg / Bau Das große Bückeburger Schulkarussell kommt in Gang

Am Gymnasium Adolfinum haben die Arbeiten begonnen, die das große Schulkarussell an Bückeburgs weiterführenden Schulen in Gang setzen. In den Hofwiesen wird derzeit ein Erweiterungsbau errichtet, der Platz schafft, um die bisherige Außenstelle am Unterwallweg mit ihren fünften und sechsten Klassen zurück ins Mutterhaus holen zu können.

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Der Erweiterungsbau des Gymnasiums Adolfinum in den Hofwiesen: Im Januar 2011 soll er fertig sein. © rc

Bückeburg (rc). Die dann frei werdenden Klassenräume in der Außenstelle werden genutzt, um die Realschule Herderschule mit der Hauptschule Graf-Wilhelm-Schule zu einer Oberschule zu fusionieren. Der Standort der Herderschule, ebenfalls einige Meter weiter am Unterwallweg, wird aufgeben.

Das Gebäude aus den sechziger Jahren lässt sich mit einem vernünftigen Aufwand nicht mehr auf Vordermann bringen. Verantwortlich für das Karussell zeichnet der Landkreis Schaumburg.

Gymnasium Adolfinum: Wie Schuldezernentin Katharina Augath und Schulamtsleiter Friedrich-Wilhelm Dehne auf Anfrage unserer Zeitung mitteilten, werden derzeit am Adolfinum rund 2,2 Millionen Euro investiert. An der südlichen Seite des Gebäudes zwischen Kreissporthalle und Liebesallee haben die Arbeiten für einen Anbau mit drei Klassenräumen und zwei naturwissenschaftlichen Fachunterrichtsräumen begonnen. Der Anbau wird über einen Verbindungsgang an das vorhandene Gebäude angebunden.

Gleichzeitig wurden und werden die Sommerferien genutzt, um die fensterlosen Fachunterrichtsräume im Altgebäude, von den Schülern „Bunker“ genannt, auf Vordermann zu bringen und an die Erfordernisse der heutigen Unterrichtsmethoden anzupassen: kein Frontalunterricht mehr, sondern praxisorientiertes Lehren und Lernen. Dazu kommen weitere Arbeiten an der Ausstattung des Gebäudes und der Neugestaltung eines Teils der Außenanlagen. „Mit diesen Arbeiten werden wir wohl nicht zum Schuljahresbeginn fertig werden“, so der Schulamtsleiter. Schüler und Lehrer müssen sich also zu Beginn des Schuljahres auf einige, wenige Störungen einstellen müssen.

Der Erweiterungsbau soll bis Ende Januar 2012 fertig sein. „Wenn das Wetter und die Handwerker mitspielen“, so Dehne. Geplant ist jedenfalls, dass zum Halbjahreswechsel die fünften und sechsten Klassen zurück an die Hofwiesen kommen, es kein zerrissenes Schulleben und keine pendelnden Lehrer mehr gibt.
Graf-Wilhelm-Schule: Das zweite Schulhalbjahr nutzt der Landkreis dann, um Außenstelle und Gebäude der Hauptschule herzurichten, damit mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 die Oberschule, gebildet aus der jetzigen Hauptschule und der Realschule an den Start gehen kann. 1,6 Millionen werden investiert, um Klassenräume zu sanieren und zu renovieren, wo es erforderlich ist. Es müssen keine zusätzlichen Klassenräume gebaut werden.

Größtes Bauprojekt aber wird der Bau einer Mensa sein, um der verdreifachten Schülerzahl an diesem Standort das verpflichtende Nachmittagsangebot gewährleisten zu können. Dafür wird die kleine Turnhalle der Graf-Wilhelm-Schule aufgegeben und dort ein Mensa- und Freizeitbereich eingerichtet. Bisher ist die Mensa in der Pausenhalle untergebracht. Der Schulsport ist von der Aufgabe der Turnhalle nicht betroffen. „In der Dr.-Faust-Halle stehen genügend Hallenkapazitäten zur Verfügung“, so die Schuldezernentin: „Wir hoffen, dass wir mit dem Umbau zum Schuljahreswechsel 2012/2013 fertig sind und mit der Oberschule an den Start gehen können.“

Herderschule: Was mit dem Gebäude der Herderschule nach dem Umzug wird, ist noch offen, so die Aussagen von Schulamtsleiter und Schuldezernentin: „Es gibt noch keine konkreten Pläne.“ Derzeit würden umfangreiche Prüfungen seitens des Kreises laufen, deren Ergebnisse noch völlig offen sind.

Nach Informationen unserer Zeitung sollen allerdings schon Investoren ihre Augen auf das Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt geworfen haben. Sie wollen die Fläche kaufen, das Gebäude abreißen und auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück ein Baugebiet entwickeln. Im Gespräch ist sogar, der Stadt den angrenzenden, rund 4700 Quadratmeter großen Neumarktplatz abzukaufen und in die Gesamtplanungen mit einzubeziehen.

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