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Bückeburg Stadt Debüt-Album zum Abschied
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Debüt-Album zum Abschied
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20:06 16.05.2018
Christopher Bolte mit seinen Lieblingsinstrumenten. Quelle: Tiffy soso
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Bückeburg

Die mit „The Push“ betitelte Veröffentlichung sei „eine Ode an den Blick nach vorn“, erklärt das in Bückeburg beheimatete Multitalent. „Vor meinem Abschied gewissermaßen ein musikalisches Resümee der vergangenen beiden Jahre.“

Auch wenn eine Auswanderung in Zeiten des Internets kein absoluter Bruch mit seinem alten Leben in Bückeburg ist, ist der Umzug dennoch ein bedeutender Einschnitt. Bolte zieht es zu seiner Verlobten nach Boston, Massachusetts. „In der Millionen-Metropole“, sagt der 25-Jährige, „gibt es tierisch viele Musiker.“ Was zweifellos auch eine Rolle bei der Wahl des künftigen Wohnsitzes gespielt haben dürfte.

In Boston kennt sich der Komponist und Produzent aus, schließlich hat er dort am renommierten Berklee College of Music studiert – unter anderem bei Bass-Größen wie Victor Bailey, Victor Wooten, Oscar Stagnaro, John Patitucci, Lincoln Goines und Joe Santerre. Das Studium zog unterdessen eine Aufenthaltsperre nach sich, sodass das ursprünglich für den Herbst 2017 erwartete Visum eine ziemliche Weile auf sich warten ließ.

Mehrere Konzepte in Schublade gelandet

So blieb andererseits ausreichend Zeit, „The Push“ im heimischen Studio („Timbre Recording Studios“) an der Windmühlenstraße zu vollenden. Dem Album ging einige Vorlaufzeit voraus. „Mehrere Konzepte landeten in der Schublade“, erzählt der 2014 beim Deutschen Rock- und Pop-Preis mit dem Titel „Bester Bassist“ ausgezeichnete Interpret.

„In den zurückliegenden Jahren habe ich realisiert, dass meine besten und nachhaltigsten Entscheidungen immer solche sind, die ich emotional treffe.“ Und: „Seit dem Frühjahr 2017 versuche ich nicht mehr, anderen Musikern zu gefallen oder Jazz zu komponieren. Musik ist für mich wieder der reine Ausdruck von Emotionen. Etwas, das im Musikstudium gerne mal auf der Strecke bleibt.“

Der 25-Jährige an den Reglern seines Tonstudios an der Windmühlenstraße.

Herausgekommen sei ein Werk, das seine Person und ihn als Musiker repräsentiere – ehrlich, leidenschaftlich und unverfälscht. Das Album beschäftigt sich facettenreich mit komplexen Gemütsbewegungen, Zweifeln und dem Verlangen, seinen eigenen Weg weiterzugehen. Dabei kommen akustische und elektrische Instrumente gleichermaßen zum Einsatz wie kreativ verwendete Alltagsgegenstände und lyrisches Bassspiel. Die zehn Titel erzählen – überwiegend instrumental – Geschichten von der Entdeckung der Gefühlswelt, von Ängsten, Verlangen und Träumen.

Mitunter klingen Reminiszenzen an die Vorbilder Taylor McFerrin, Jean Michel Jarre, Robert Glasper und Derrick Hodge an. Zu hören sind zudem die 2015 gemeinsam mit der Sängerin Ella O‘Brien-Coker produzierten Songs „Let Me Go“ und „Oblivion“. Diese erhielten ein völlig neues und vor allem elektronisches Gewand, das deutliche Inspiration durch Künstler wie Pharrell und J Dilla vermuten lässt. bus

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