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Dem Höhepunkt entgegen

500 Jahre Reformation Dem Höhepunkt entgegen

Die Festwochen „500 Jahre Reformation“ der Schaumburg-Lippischen Landeskirche sind in vollem Gange und streben ihrem Höhepunkt entgegen: dem Abschlussfest auf Schloss Bückeburg am Sonnabend, 23. September, dass in der Stadtkirche mit der Suite „Der Luther-Code - Die Neuerfindung der Welt“ endet.

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In der Stadtkirche finden die Festwochen ihren Abschluss.

Quelle: rc

Bückeburg. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei. „Wir wollen mit diesem Fest und der Suite die Menschen und Gemeinden der Landeskirche zusammenbringen“, sagten Christiane Meyer, Jan-Peter Hoth und Ulrich Hinz vom Landeskirchenamt sowie George Kochbeck und Ecki Stieg als Komponisten, Arrangeure, Texter und Erzähler der Suite im Rahmen eines Pressegesprächs, um für die weiteren Veranstaltungen zu werben: „Wir freuen uns auf alle, die kommen.“ Zum einen werden mit dem Fest alle Gemeinden und Akteure der Landeskirche zusammengebracht, die sonst nicht viel miteinander zu tun haben: „Was haben Steinbergen und Steinhude schon miteinander zu tun?“ Zum anderen wird das breite Spektrum der Landeskirche abgebildet und soll Besucher locken, die sonst nicht unbedingt mit der Kirche zu tun haben. „Es wird auf jeden Fall ein gemeinsames Fest aller, das es lange nicht gegeben hat.“

Im Innenhof und der Wiese hinter dem Gartensaal des Schlosses wird gefeiert. Im Innenhof ist eine Bühne aufgebaut, wo es Musik, Improvisationstheater und diverse andere Auftritte geben wird. Auf der Wiese stehen 25 Pavillons, in und vor denen die Kirchengemeinden ihr vielfältiges Programm und Mitmach-Angebote anbieten werden: sei es ein Riesenpuzzle, Boule, Spielmobil oder Konfis und Landesjugendpfarramt, die ihre Angebote zeigen werden. „Generationsübergreifend für Jung und Alt“, wie Hinz betonte: „Die Lebendigkeit der Kirche in der Region wird sich deutlich abbilden – zum Austausch, Miteinander und Beisammensein.“

"Ein lebendiges Projekt"

Ab 18 Uhr können sich dann alle hoch auf den Weg zur Stadtkirche machen, wo um 19 Uhr die Symphonische Suite beginnt. Sie ist in den Tagen zuvor bereits in Bergkirchen, Bad Eilsen (gestern Abend), Sülbeck (am Freitag, 15. September), Stadthagen (Sonnabend, 16. September) und Melle (Sonntag, 17. September) „schon auf den Weg nach Bückeburg“ gebracht worden: in kleiner Besetzung und einer Art Probencharakter. So sind nach der ersten Aufführung in Bergkirchen – dort gab es stehende Ovationen und viel positives Lob – zwei Stücke aus dem Programm genommen worden, „weil sie nicht so funktioniert haben“, wie es Kochbeck und Stieg umrissen. Ob weitere Änderungen erfolgen, werden die weiteren Konzerte zeigen: „Es ist eben ein lebendiges und lebendes Projekt.“ Hinz: „Es soll Appetit und Lust machen, nach Bückeburg zu kommen.“

In der Stadtkirche wird die Suite das erste und einzige Mal in großer Besetzung gegeben: mit sechs Solosängern, vervierfachtem Streicherensemble, einem extra zusammengestellten Possaunenchor unter Kantor Siebelt Meier sowie den Schaumburger Märchensängern. Dazu kommt eine ungewöhnliche Lichtillumination eines Lichtkünstlers aus Minden, der die 95 Luther-Thesen auf drei schwebende Säulen projizieren wird. Dazu kommt umfangreiche Tontechnik, damit auch jeder im großen Kirchenschiff der Stadtkirche in den ungestörten Genuss der Suite kommt.

Moderner Bezug zu den ursprünglichen Aussagen

„Der Luther-Code“ basiert auf einer Arbeit, die George Kochbeck vor zwei Jahren für eine sechsteilige Fernsehserie auf Arte über Luther komponiert hat. Sie stellt einen modernen Bezug zu den ursprünglichen Aussagen Luthers her, wie sich zum Beispiel die Erweckungs-Erlebnisse Luthers in den Jahrhunderten entwickelt haben. Es kommen Menschen zur Sprache, die sich damit auseinadersetzen, was Gott für sie bedeutet, die darüber singen und spielen, was Liebe, Glaube, Hoffnung, Haltung, Angst, Tod oder Vergebung – die großen Luther-Themen – bedeuten.

„Wir stehen in ähnlich spannenden Zeiten wie damals Luther“, stellte Stieg fest: „Damals war es der Buchdruck, der die Welt revolutionierte, heute ist es die Digitalisierung.“ Damals wie heute gehe es um Eigenverantwortung, Selbst-Denken und Selbst-Erteilen. Die Suite beinhalte sowohl klassizistische Stücke als auch Pop-Songs zum Beispiel von Stevie Wonder und John Mayer. cre

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