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„Dem Terror nicht beugen“

Nikolaus-Frühschoppen bei Bundeswehr „Dem Terror nicht beugen“

Zu einem Nikolaus-Frühschoppen hatten die Selbstständigen Kameradschaft des Deutschen Bundeswehr-Verbandes des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum Bückeburg in den großen Rathaussaal eingeladen.

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Uwe Klein, Kommandeur des IHAZ Bückeburg, spricht über die Auswirkungen des weltweiten Terrors.

Quelle: wk

Bückeburg. Themen waren die Bedeutung der Bundeswehr, die Gefahren durch radikal-islamistische Terroristen und die Flüchtlingskrise.

„Wir erleben gerade eine aufregende oder besser gesagt, eine besorgniserregende Zeit“, resümierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann als Gastredner. „Die Flüchtlingskrise, die Terroranschläge in Paris und die Terrorgefahr auch hier bei uns in Deutschland sowie die angespannte Situation zwischen Russland und der Türkei: All diese Themen stellen uns vor Herausforderungen, sie können einen erheblichen Einfluss auf die Zukunft unseres Landes haben.“ Der Terror richte sich „gegen unsere Werte“.

Daher müsse die Bundesrepublik mit den internationalen Partnern und Verbündeten dem Terror die Stirn bieten, erklärte Beermann. „Lange haben wir dabei auf Diplomatie gesetzt, jetzt aber können wir uns unserer Verantwortung nicht mehr entziehen.“ Weshalb der Bundestag nun einen Militäreinsatz der Bundeswehr in Syrien „mit breiter Mehrheit“ beschlossen habe.

Für die Abgeordneten sei dies eine schwere Gewissensentscheidung gewesen, räumte der CDU-Mann ein. Gleichzeitig sei die erreichte Zustimmung aber auch ein wichtiges „Zeichen der Solidarität mit unseren internationalen Verbündeten“. Er jedenfalls habe ebenfalls für den Militäreinsatz votiert.

Überhaupt müsse Europa in Sicherheitsfragen enger zusammenrücken, appellierte Beermann. Dazu gehören etwa strengere Kontrollen an den Außengrenzen des sogenannten Schengen-Raums einzuführen, eine zügige Einigung über die Speicherung von EU-Fluggastdaten, schärferes Vorgehen gegen Waffenschmuggel und einen besseren Austausch über Terrorverdächtige.

Und: „Wir dürfen uns dem Terror nicht beugen!“ Vielmehr müsse man für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten. Andernfalls hätten die Terroristen ihr erstes Ziel erreicht – und zwar „die Einschränkung unserer Freiheit durch Angst“. Der Bundespolitiker warnte davor, die hiesige Gefahr von Terroranschlägen mit den Flüchtlingsströmen in Zusammenhang zu bringen. Denn diese Menschen würden ja genau vor solcher Gewalt fliehen, die radikalisierte islamistische Fanatiker gegen all jene, die anders denken und leben wollen, ausüben. Aber: Alle rund 60 Millionen Menschen, die sich weltweit auf der Flucht befinden, könne Deutschland eben auch nicht aufnehmen. Insofern müsse man dafür sorgen, dass diese Menschen in ihre Heimatländer zurückkehren können und dort eine Perspektive haben.

Zum 60-jährigen Bestehen der Bundeswehr merkte Beermann an, dass diese „der Garant für die Sicherheit unseres Landes und Ausdruck von Stabilität und Souveränität“ sei.

Die Bundeswehr habe sich zu einem zuverlässigen Partner der internationalen Verbündeten Deutschlands entwickelt, bestätigte Uwe Klein, Brigadegeneral und Kommandeur des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums Bückeburg. Dass sich deutsche Soldaten dabei auch aktiv an „friedenserzwingenden und friedenserhaltenden Maßnahmen“ im Ausland beteiligen würden, sei bei der Gründung der Bundeswehr 1955 noch undenkbar gewesen.

Klein ging auf die Bedeutung des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums Bückeburg ein, dessen Kompetenz „von der Lüneburger Heide bis ans Mittelmeer“ reiche. Der Schwerpunkt der fliegerischen Ausbildung liege dabei im simulatorbasierten Flugunterricht, durch den auch sehr komplexe, gefährliche Situationen sicher trainiert werden können. Auf virtuelle Flüge im Simulator entfalle ein Anteil von mehr als 50 Prozent, „weshalb es auch so ruhig über Bückeburg geworden ist“. wk

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