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Den Tod als Teil des Lebens begreifen

Spende für Hospizvereine Den Tod als Teil des Lebens begreifen

Tod und Sterben sind wichtige Teile unseres Lebens. In diesem Bewusstsein arbeiten die zahlreichen Helferinnen und Helfer der Schaumburger Hospizvereine.

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Spendenübergabe: Für die Hospizvereine bedanken sich Kathrin Götze-Bühmann, Ingeborg Schumer, Barbara Weißbrich und Gisela Wehmeyer bei Guido Hiller, Volker Wehmeyer, Thomas Stephan und Kay Steding von den drei Schaumburger Lions Clubs.

Quelle: kk

Bückeburg. Sie sind davon überzeugt, dass jeder Mensch das Recht hat, auch die letzte Phase seines Lebens würdevoll und gut betreut zu erleben. Dafür muss auf Wunsch eine fachkundige Begleitung der Sterbenden und ihrer Angehörigen gewährleistet sein. Und damit die Hospizvereine diese Aufgabe auch in Zukunft verantwortungsvoll wahrnehmen können, wurden sie jetzt von den drei Lions Clubs Schaumburg (Bückeburg), Rinteln und Stadthagen großzügig unterstützt.

 Im Bückeburger Ratskeller überreichten die Club-Präsidenten Volker Wehmeyer, Kay Steding und Thomas Stephan Spenden an den Ambulanten Hospizdienst Sonnenhof Obernkirchen, den Hospizverein Schaumburg-Lippe und den Hospizverein Rinteln. Verteilt wurden 12000 Euro, die der Adventskalenderverkauf der LionsClubs eingebracht hatte. Außerdem gab es noch eine Einzelspende der Bückeburger für den Hospizdienst Sonnenhof. Wehmeyer betonte, dass die Lions Clubs sich zum Ziel gesetzt hätten, „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Und so sollten auch diese Spenden verstanden werden: Sie sollen den Hospizdiensten helfen, ihre Arbeit zu sichern.

 In Obernkirchen wird das Geld zum Beispiel als eine Art Anlauffinanzierung eingesetzt. Hintergrund: Die Dienste können erst dann Förderanträge an die Krankenkassen stellen, wenn ein betreuter Patient verstorben ist. Während der intensiven Betreuungsphase, in der aber zum Beispiel Fortbildungs-, Fahrt- und Verwaltungskosten anfallen, gibt es noch kein Geld.

 Außerdem stellten neue Aufgaben die Betreuer auch vor immer neue Herausforderungen. Koordinatorin Barbara Weißbrich nannte Beispiele: So spiele die Betreuung dementer Patienten eine immer größere Rolle – und darauf müssen die ehrenamtlichen Betreuer intensiv vorbereitet werden. Auch die Verwaltungsarbeit „hinter den Kulissen“ nehme zu, sodass professionelle Strukturen aufgebaut werden müssten.

 Ein weiteres Thema ist die Trauerarbeit mit den Angehörigen, auch mit Kindern. „Für die Fortbildung in diesem Sektor möchte der Hospizverein Schaumburg-Lippe die Spende einsetzen“, erläuterte die stellvertretende Vorsitzende Kathrin Götze-Bühmann.

  In Rinteln sollen Qualifikation und Motivation der Ehrenamtlichen gefördert werden. Wie die Vorsitzende des dortigen Hospizvereins, Ingeborg Schumer, mitteilte, ist ein gemeinsames Seminarwochenende in Kassel geplant. Sie sprach auch einen weiteren wichtigen Teil der Hospizarbeit an: Die Bewegung informierte regelmäßig in Gruppen und Vereinen, aber auch in Schulen, über ihre Ideen. Themen wie Sterben und Trauer sollten so enttabuisiert werden. Denn: „Hospiz ist nicht an ein Haus gebunden – Hospiz ist eine Haltung.“

Von Karsten Klaus

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