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Bückeburg Stadt „Der Bevölkerung Ängste genommen“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Der Bevölkerung Ängste genommen“
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00:22 07.02.2015
Der neu gewählte Vorstand des Awo-Ortsvereins Bückeburg mit Gudrun Mirbach Prägler (von links), Stephan Hartmann, Renate Hattendorf-Strahler und Michael Meißner. Quelle: mig
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Bückeburg

Während andere Kommunen heftig diskutieren, geht die Unterbringung von Flüchtlingen in der Ex-Residenz erfreulich geräuschlos vonstatten. Das liegt zum einen an der immer noch relativ kleinen Zahl (aktuell: 155), zum anderen aber auch daran, wie mit dem Thema umgegangen wird. Denn statt einer zentralen Unterbringung hält der Landkreis viele Häuser und Wohnungen bereit, in Bückeburg am Bahnhof sowie in Meinsen/Warber.

 Ziel der dezentralen Unterbringung sei es gewesen, ein Getto zu verhindern, erläuterte Brombach das zugrunde liegende Konzept in einem Grußwort. Derzeit befinde sich der Landkreis in Verhandlungen, die weitere Häuser an der Königsberger Straße betreffen. Brombach geht in puncto Raumbedarf davon aus, dass „wir keine Probleme bekommen werden“.

 Die Betreuung durch die Awo habe den Erfolg gehabt, dass die Flüchtlinge „sich recht schnell ins dörfliche und städtische Bild hätten integrieren können“. Brombach weiter: „Die Nachbarstadt Porta Westfalica schaut da mit ihrer zentralen Unterbringung neidvoll auf uns.“

 Ähnlich sah das an diesem Nachmittag auch Heinz-Gerhard Schöttelndreier, der Kreisvorsitzende der Awo. Der Ex-Landrat lobte den Landkreis Schaumburg dafür, dass er sich im Bereich der Flüchtlingsbetreuung des „gewachsenen Netzwerks der Awo“ bediene. „Wenn man sagt, dass es im Landkreis und in Bückeburg so gut läuft, dann auch deshalb, weil hier in der Awo die Kompetenz für Flüchtlingsbetreuung und Flüchtlingsintegration vorhanden ist.“Aktuell werden vier Stellen in diesem Bereich finanziert.

 Schöttelndreier wies aber darauf hin, dass der Bedarf in diesem Jahr sicher wachsen werde. Die Idee, Bundesliegenschaften mietfrei für die Unterbringung zur Verfügung zu stellen, beruhe auf einem Antrag (und auf politischem Druck) der Awo.

 Lobende Worte fand der Kreisvorsitzende für die Weihnachtsfeier, zu der die Flüchtlinge eingeladen waren. Manchmal könnten kleine Gesten – wie die mit Spielzeug gefüllten Rucksäcke – sehr viel bewirken, auch wenn sie wenig Geld kosteten.

 Das konnte Stephan Hartmann, Vorsitzender des Bückeburger Ortsvereins, nur unterstreichen: Noch Tage später hätten sich die Familien für die schönen Stunden bedankt. „Wir haben mit unserer Einladung den Menschen gezeigt, dass sie hier und bei der Arbeiterwohlfahrt Bückeburg herzlich willkommen sind, wir ein offenes Ohr für ihre momentane Situation haben und ihnen in unseren Reihen ein Stück weit Geborgenheit geben können.“ mig

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