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Bückeburg Stadt Der Maulwurf ist der härteste Gegner
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Der Maulwurf ist der härteste Gegner
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00:17 21.05.2017
Das Entfernen der Maulwurfshügel führt zu Löchern in Rasen und Boden (im Vordergrund), die eine erhebliche Verletzungsgefahr darstellen, wie der Vorsitzende des FC Hevesen, Friedhelm Winkelhake (Mitte), beim Ortstermin des Sportausschusses erläutert. Quelle: rc
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BÜCKEBURG

Dort hatten selbst die nur im Schongang über den Rasen gehenden Ratsfrauen und Ratsherren ihre liebe Mühe und Not, nicht über Unebenheiten oder in Löcher zu stolpern.  „Insbesondere der Zustand des A-Platzes birgt erhebliche Verletzungsgefahren“, brachte Friedhelm Winkelhake, der Vorsitzende des gerade in die Kreisliga aufgestiegenen FC Hevesen, das Problem auf den Punkt: „Lebensgefährlich, diese Löcher.“ Ein „Schuldiger“ ist bereits ausgemacht: der Maulwurf. Er sucht immer wieder beide Plätze heim, die Entfernung seiner Haufen hinterlässt Löcher. Fräsen und neu einsäen würde nichts bringen, da das Tier immer noch unter dem Rasen sitzen würde. Lediglich beim Spielbetrieb fühlt sich der Maulwurf offenbar so gestört, dass er seine Wühltätigkeiten einstellt. In der Sommerpause schlägt er dann wieder zu.

B-Platz hat keine Flutlichtanlage

Ein Übriges tut auch die Dränage, die nur in einem Teilbereich des A-Platzes verlegt ist, auf dem B-Platz gar nicht. Dort fehlt in Teilbereichen auch ein Ballfangzaun, der insbesondere Kinder der Jugendmannschaften daran hindern könnte, auf die dahinter liegende Straße zu laufen, wenn sie Bälle zurückholen wollen. Eine Flutlichtanlage hat der B-Platz überhaupt nicht. Im Winter behilft sich der Verein damit, dass ein Strahler des A-Platzes umgedreht wird und den B-Platz – mangelhaft – beleuchtet. Im Winterhalbjahr läuft der komplette Trainingsbetrieb der 15 Herren- und Jugendmannschaften auf dem B-Platz, um den A-Platz zu schonen.

„Unhaltbare Zustände“, befand auch der Ausschuss. Die Mitglieder wissen angesichtsder Tatsache, dass die Sanierung des B-Platzes des VfR Evesen rund 250000 Euro kosten könnte, jedoch nicht, wie die Stadt angesichts ihrer engen Finanzlage auch noch die Renovierung dieser Plätze stemmen kann. „Wir brauchen eine Prioritätenliste“, lautete der Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Wolfhard Müller (SPD). Auch eine Aussage, wie viel Eigenleistung der Verein übernehmen kann, sei nötig, so Ratsfrau Heike Donath (CDU). Winkelhake: „Vor Arbeit haben wir keine Angst.“

Letztlich wurde die Verwaltung mit einer Kostenermittlung zur Instandhaltung, Instandsetzung, einer neuen Dränage und einer Komplettsanierung beauftragt – inklusive des Verbuddelns von Maulwurfsperren. Übrigens: Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden, vertrieben aber schon. rc

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