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Der Mittelalter-Rocker kann auch Barock

Bückeburger Hofreitschule zeigt Reitspektakel Der Mittelalter-Rocker kann auch Barock

Ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Reitkunst, Musik, Tanz und Schauspiel hat die Fürstliche Hofreitschule bei der Aufführung von „Hufe, Harfe, Harmonien“ entfaltet.

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Subway-To-Sally-Gitarrist Ingo Hampf an der Arciliuto, der italienischen Barock-Laute.

Quelle: pr.

Bückeburg. Die als „höfisches Konzert“ angekündigte Veranstaltung fand erstmals in Gestalt einer festlichen barocken Abendgala in drei Akten statt und bot den Zuschauern im nahezu ausverkauften Reithaus ein faszinierendes Panoptikum aus Farben, Klängen, Kostümen und Choreografien.

 „Wir möchten Sie auf eine echte Zeitreise mitnehmen“, begrüßte Hofreitschul-Direktorin Christin Krischke das Publikum, und diese führte zunächst in das England des Jahres 1650, dann ins Frankreich zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. – und schließlich nach Italien ins Jahr 1730.

 Dreh- und Angelpunkt des Geschehens war dabei der Berliner Barockkünstler Niels Badenhop: Der aus Ansbach stammende Spezialist für barocke Bühneninszenierungen beeindruckte an diesem Abend als Sänger, Tänzer, Schauspieler, Harfespieler sowie Conférencier. „Stellen Sie sich vor, Sie alle seien adlige Gäste bei einem abendlichen Vergnügen des Fürsten zu Schaumburg-Lippe mit Musik, Tanz und Reitkunst“, lud Badenhop das Publikum zu der Zeitreise ins 17. und 18. Jahrhundert ein.

 Dem Berliner zur Seite standen dabei mit Christiane Gerhardt an der Viola da Gamba und Ingo Hampf an der Arciliuto, der italienischen Barock-Laute, zwei nicht minder hochkarätige Kollegen von Weltformat: Die Musikwissenschaftlerin Gerhardt aus Potsdam spielte schon mit diversen auf alte Musik spezialisierten Ensembles wie der Dresdner Hofkapelle und dem Dresdner Kreuzchor und bildet zudem zusammen mit Badenhop das auf barocke Aufführungen aller Art ausgerichtete Ensemble Celeste Sirene. Hampf, seit einem Jahr als Lautespieler gern gesehener Stammgast bei den Bückeburger Hofreitern, steht ansonsten als Gitarrist in Diensten von Deutschlands erfolgreichster Mittelalter-Rockband „Subway to Sally“. Als Spezialistin für authentische barocke Tanzkultur stand an diesem Abend Doris von der Aue im Aufgebot, und nicht nur das: Die Tänzerin reüssierte auch als Darstellerin, unter anderem als Queen Elizabeth I. zu Pferde.

 Die Equipe der Hofreitschule vervollständigte mit drei Gastreitern den barocken Reigen und bot dabei nicht nur historische Reitkunst auf höchstem Niveau, sondern auch besonders prachtvolle Kostüme, angefangen von Hofbereiterin Diana Krischke in der ritterlichen Panzerung einer Jeanne d’Arc über den barocken Waffengarten mit Lanzen- und Degenübungen bis zu einem Quartett zu Pferde in der prachtvollen Gewandung einer persischen Delegation, die zu Besuch am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV. in Versailles weilte. Den prunkvollen Höhepunkt bildete dabei das gemeinsame Einreiten der Hofreiter und ihrer Gäste in den venezianischen Prachtkostümen des 18. Jahrhunderts.

 Im Anschluss an die anderthalbstündige Abend-Gala bot die Hofreitschule Gästen in der „Alten Schlossküche“ die Möglichkeit zu einem festlichen Dinner und zudem, die zuvor erlebten Künstler zu treffen.  jp

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