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Der Obernkirchener Entwurf soll es werden

Krippenneubau: Ausschüsse empfehlen 1,6-Millionen-Euro-Projekt Der Obernkirchener Entwurf soll es werden

Der Neubau der Kinderkrippe am Straußweg in Bückeburg wird 1,6 Millionen Euro kosten (plus/minus 30 Prozent) und von „aad Vision12!“ Obernkirchen gebaut werden.

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So soll der Krippenneubau am Straußweg aussehen, für dessen Entwurf die beiden Ausschüsse votierten.

Quelle: rc

Bückeburg. Eine entsprechen Empfehlung an den Rat der Stadt haben der Bau- und Umweltausschuss sowie der Ausschuss für Jugend und Familie in einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend ausgesprochen.

 Zehn Ratsherren der Mehrheitsgruppe votierten für den Entwurf der Bergstädter, fünf – überwiegend aus der CDU-Fraktion – votierten für den Entwurf eines Hamelner Büros. Keine Stimme fand der Entwurf eines Büros aus Helpsen. Die Stadtverwaltung hatte sich während der Sitzung für den Bau des Entwurfs aus Obernkirchen ausgesprochen. „Funktional, offen und transparent, dennoch mit Atmosphäre und auf einer Matrix, mit der die verschiedenen Kriterien der Entwürfe bewertet worden waren, mit den meisten Punkten“, fasste Baubereichsleiter Jörg Klostermann zusammen.

 Der favorisierte „aad“-Entwurf sieht einen in drei Zonen gegliederten zweigeschossigen Bau vor. Die Obernkirchener führen als Leitmotiv ihrer Gestaltung ein Gartenhaus an: „Ein klarer, einfacher Baukörper, eine tragende Holzkonstruktion, eine vorgehängte Fassade.“ Dazu wenige, prägnante Materialien, spielerische Farbakzente und eine direkte Beziehung zur Natur. Geheizt wird mit einer Wärmepumpe mit sechs Erdbohrungen, die im Sommer auch zum Kühlen genutzt werden kann.

 Im Ausschuss gab es längere Diskussionen um die Zweigeschossigkeit des Gebäudes. Man könne es den Erzieherinnen nicht zumuten, die Kinder oder aber Essen und Spielsachen die Treppen herauf und herunter zutragen, hieß es von der einen Seite. Die andere Seite argumentierte, dass Kinder durchaus die Treppen heraufkrabbeln könnten und dies der frühkindlichen Entwicklung zugute komme. Zudem sei der Einbau eines Aufzugs vorgesehen. Auch über Ausführungsdetails wie Einbau einer Küche oder weitere Ausstattungsdetails wurde bereits diskutiert. Der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) verwies darauf, dass es um die Grundsatzentscheidung gehe, mit wem die Stadt die Krippe bauen werde. An Details könne dann im weiteren Verlauf der Planungen gefeilt werden.

 Deutlich wurde während der Diskussion, dass die Ausschüsse gerne den Entwurf des Hamelner Büros realisiert hätten. Nur: Er war mit 1,8 Millionen Euro aber der deutlich teuerste Entwurf. Insinger warnend: „Die finanzielle Situation der Stadt sieht alles andere als rosig aus. Wir müssen uns an den Kosten orientieren.“

 Der günstigste Entwurf mit 1,4 Millionen Euro kalkulierter Baukosten fand wegen einiger Gestaltungsvorschläge keine Befürworter: Geplant wurde zwar eingeschossig, aber dafür mit hohem Flächenverbrauch, sodass die Außenspielbereiche recht knapp und unzusammenhängend ausfielen und damit nicht gut einsehbar wären. Dazu seien die Flure sehr schmal geplant und das Kinderbistro im Erschließungsgang: „So nicht optimal.“

 Der Neubau wird jetzt noch in Verwaltungsausschuss und Rat beraten. Das Vorhaben soll so zügig wie möglich umgesetzt werden, bereits Ende 2016 ist die Eröffnung geplant. Denn derzeit kann die Stadt den gesetzlichen Anspruch von Eltern zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren nicht erfüllen. Es gibt eine Warteliste. Obwohl Bund und Land diese gesetzlichen Vorgaben gemacht haben, fällt die Bezuschussung eher gering aus. Für die 45 Plätze kann die Stadt einen Zuschuss von 360.000 Euro vom Land Niedersachsen erwarten. Den Rest trägt sie selbst. rc

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