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Bückeburg Stadt Der Partnerschaftsmotor stottert
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Der Partnerschaftsmotor stottert
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00:24 28.08.2015
Gilles Marceau, Wolfhard Müller und Patrick Bonnet vor der „Falle“ in Bückeburg: Seit Jahrzehnten sind die Franzosen und der Deutsche eng befreundet und sorgen sich um die Städtepartnerschaft zwischen Bückeburg und Sablé.  Quelle: jp
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In diesem Fall war es der Austausch der beiden Schwimmsportvereine, die Müller vor rund 45 Jahren mit Bonnet zusammenbrachte, zwei Jahre später dann auch mit Marceau in Kontakt kommen ließ. Gar nicht mehr zählen kann der Bückeburger SPD-Ratsherr inzwischen, wie oft er nun schon bei einem der beiden zu Besuch war. Und umgekehrt. „Ich habe schon von den Müttern der beiden das französische Kochen gelernt.“

 Doch beim Blick auf die Zukunft der Städtepartnerschaft kann sich das deutsch-französische Trio eines flauen Gefühls nicht erwehren. Der Motor der Jumelage ist spürbar ins Stocken geraten. Und das weniger als ein Jahr, bevor deren 50-jähriges Bestehen am Himmelfahrts-Wochenende 2016 groß gefeiert werden soll. Es passiert einfach nicht mehr so viel und so Intensives wie in früheren Jahrzehnten, das müssen nicht nur Müller, Bonnet und Marceau schmerzvoll feststellen. Vor allem von französischer Seite, da sind sich alle drei einig, komme derzeit eindeutig zu wenig, um die Partnerschaft lebendig zu halten.

 Insbesondere auf der Ebene der Politik vermisst Müller die notwendigen Impulse. Viele besonders aktive Motoren der Städtepartnerschaft seien nach jahrelangem Engagement altersbedingt aus der aktiven Politik ausgeschieden oder mittlerweile verstorben. Bereits im März 2014 hatte Müller, der auch Vorsitzender des Sport- und Partnerschaftsausschusses der Stadt Bückeburg ist, fehlende Ansprechpartner auf französischer Seite beklagt. So sei beispielsweise der Ausschuss in Sablé sur Sarthe, der sich bislang um die Jumelage kümmerte, nach dem Ausscheiden mehrerer Mitglieder aus dem Rat mehr oder weniger sang und klanglos eingeschlafen, so Müller damals. Auch über den amtierenden Bürgermeister von Sablé sind deutsche wie französische Förderer der Städtepartnerschaft alles andere als glücklich. Müller: „Der Mann kümmert sich einfach nicht. Wir wissen bis heute noch nicht einmal, ob er überhaupt im nächsten Jahr zum Jubiläum kommt.“

 Aber es gibt noch einen weiteren, viel tiefgreifenderen Grund dafür, dass der Partnerschaftsmotor zwischen Bückeburg und Sablé so sehr stottert. Es hakt nicht nur auf der Ebene der Politik, sondern auch bei den Bürgern selbst, also denjenigen, die die deutsch-französische Freundschaft mit Leben erfüllen sollen. Dabei liege es beileibe nicht an den Kindern und Jugendlichen in beiden Ländern, betont Müller ausdrücklich. Deren Interesse sei nach wie vor hoch. Vielmehr mangele es schlichtweg an Erwachsenen, die bereit seien, sich ehrenamtlich für die Partnerschaft einzusetzen. jp

 „Uns fehlen mittlerweile auf beiden Seiten einfach die Leute, die die Arbeit machen“, beklagt Müller. Sich zu engagieren, bedeute nun einmal, Freizeit ehrenamtlich opfern, und dazu seien immer weniger Erwachsene bereit. Dabei sei es so ungemein wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche verschiedener Nationen begegneten. „Wer früh andere Ländern und Kulturen kennen und schätzen lernt, der wird später viel weniger anfällig für rechtes Gedankengut.“

 Gilles Marceau, Wolfhard Müller und Patrick Bonnet vor der „Falle“ in Bückeburg: Seit Jahrzehnten sind die Franzosen und der Deutsche eng befreundet und sorgen sich um die Städtepartnerschaft zwischen Bückeburg und Sablé. jp

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