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Bückeburg Stadt Der „Puma“ hängt am Haken
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Der „Puma“ hängt am Haken
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00:33 20.06.2015
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Bückeburg

Wie schon bei früheren Neuzugängen dieser Art führte auch für den „Puma“ der einzige Weg an dessen zukünftigen Standort durch eine vergleichsweise schmale Türöffnung in der Glasfassade des alten Museumstraktes: „Hier geht es um wenige Zentimeter“, erklärte Thomas Mallwitz, Chef des Hubschraubermuseums. „Das Hauptfahrwerk des ,Puma‘ hat nämlich eine Breite von 3,02 Metern, während die lichte Breite der Türöffnung nur 3,04 Meter beträgt.“

Nicht zuletzt deswegen war von dem Kranwagenführer Fingerspitzengefühl gefragt als dieser den mit zwei 1185 PS-Turbinen ausgestatteten Transporthubschrauber am Haken hängend mit dem Heck voran im Zeitlupentempo in das Gebäude schweben ließ. Und zwar soweit, bis der Drehflügler mit dem Bugrad auf einem unterhalb der Türöffnung platzierten Anhänger abgestellt werden konnte. Von dort aus rollten mehrere zivile Auszubildende der Lehrwerkstatt der Heeresfliegerwaffenschule das für den Transport um das Hauptgetriebe, den Rotorkopf nebst Rotorblättern sowie die Fahrwerksverkleidung erleichterte Exponat mit vereinten Kräften in das Gebäudeinnere.

Von Mallwitz war zu erfahren, dass der „Puma“ von 1979 bis 2005 zunächst von der deutschen Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) eingesetzt worden war, bevor dieser 2005 von der Firma Helog Lufttransport KG in Ainring übernommen wurde und – in Weiß umlackiert – für die Vereinten Nationen unter anderem im Sudan stationiert war. Nachdem der Hubschrauber dann aus Altersgründen ausgemustert worden war, schenkte ihn die Helog Lufttransport KG schließlich dem Hubschraubermuseum. Dazu war der „Puma“ im vergangenen Jahr auf dem Landweg aus dem Raum Salzburg nach Achum transportiert worden, von wo er nach der dortigen mehrmonatigen „Zwischenlandung“ gestern auf eigenen Rädern mit einem Trecker nach Bückeburg geschleppt wurde.

Auf absehbare Zeit wird es seitens des Hubschraubermuseums übrigens kein weiteres Einzugsspektakel dieser Art mehr geben: „Damit ist jetzt Schluss“, verriet Mallwitz. Für zusätzliche Großexponate habe man nun nämlich einfach keinen Platz mehr in der Ausstellung frei. „Und aussortieren möchte ich nichts, denn das sind ja alles ganz besondere Schätzchen, die wir hier haben.“ wk

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