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Der Umwelt zuliebe

„Klimaschutz macht Schule“ Der Umwelt zuliebe

In der Bückeburger Oberschule haben fünf Schulen aus dem Südkreis in einer von drei Auszeichnungsveranstaltungen ihre Projekte zum Thema „Klimaschutz macht Schule“ vorgestellt. Ziel ist es, den Schulalltag besonders klima- und umweltfreundlich zu gestalten und dabei Ressourcen zu sparen.

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Konzertierte Aktion im Dienste des Klimaschutzes: Schüler, Lehrer und Projektverantwortliche nach der Prämierung.

Quelle: kk

BÜCKEBURG. Sie haben den Inhalt der Mülleimer in ihren Klassenräumen genau unter die Lupe genommen, Handtäschchen aus leeren Getränkepäckchen gebastelt, Lichtschalter markiert und Klimalotsen für ihre Klassen bestimmt. Und sie haben lieb gewonnene, aber alles andere als umweltfreundliche persönliche Verhaltensweisen auf den Prüfstand gestellt und geändert. Mit viel Phantasie und Engagement haben sich zahlreiche Schaumburger Schüler daran gemacht, ihre Schule ein wenig umweltfreundlicher zu machen. Für das vom Landkreis initiierte Projekt „Klimaschutz macht Schule“ müssen aber weitere Beteiligte ins Klimaschutz-Team geholt werden: Die Kollegien sind ebenso gefragt wie die Hausmeister.

Auch der Landkreis profitiert

In der Bückeburger Oberschule stellten jetzt fünf Schulen aus dem Südkreis in einer von drei Auszeichnungsveranstaltungen ihre Projekte vor. Als Belohnung gab es Urkunden und Geldprämien. Kreisbaudezernent Fritz Klebe und Landkreis-Klimaschutzmanager Burkhard Wolters erklärten noch einmal kurz, worauf es ankommt. Ziel ist es, den Schulalltag besonders klima- und umweltfreundlich zu gestalten und dabei noch Ressourcen zu sparen. Doch nicht nur die Umwelt, auch der Landkreis profitiert, indem er zum Beispiel Heiz- und Stromkosten spart.

Die Hälfte der eingesparten Mittel schüttet der Kreis als „pekuniäre Motivationshilfe“ an die besten Schulen wieder aus. Ein Wettbewerb im klassischen Sinn ist die Aktion jedoch nicht. Nach einem komplizierten Schlüssel, der Größe und Leistungsfähigkeit, aber auch Projektvielfalt und -umsetzung berücksichtigt, wird der Zuschuss für Umweltprojekte der Schulen berechnet. So haben auch kleine Schule Chancen.

Unterschiedliche Wege, ein gemeinsames Ziel

An die Oberschule Bückeburg gingen jetzt 739 Euro, an die IGS Obernkirchen 1365 Euro, an das Gymnasium Ernestinum in Rinteln 2498 Euro, an die IGS Helpsen 2425 Euro und an das Gymnasium Adolfinum Bückeburg 1915 Euro. Spannend: An den Schulen werden ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Während sich am Adolfinum und am Ernestinum langfristig orientierte Arbeitsgemeinschaften des Themas annehmen, wird an den anderen Schulen eher projektbezogen gearbeitet.

Was wurde nun im Einzelnen geleistet? Hier einige Beispiele: An der Oberschule Bückeburg machten sich die Schüler daran, mithilfe von Messgeräten Energieverschwender aufzuspüren. Als regelrechter Sparfuchs erwies sich der Hausmeister: Durch optimierte Kontrollen und Steuerungen gelang es ihm, die Energiekosten um 600 Euro zu verringern.

Klimalotsen für jede Klasse

Das Ernestinum hat Klimalotsen für jede Klasse bestimmt. Diese achten darauf, dass richtig gelüftet, nur so viel Strom wie nötig verbraucht und nach dem Unterricht alles ausgeschaltet wird. Bewährt hat sich auch die Kooperation mit externen Partnern wie der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld. Mit Experten der Hochschule wird das Thema Recycling angegangen – kein Wunder, dass die Rintelner inzwischen Meister im Sammeln von Flaschenverschlüssen oder Gebrauchthandys sind.

An der IGS Helpsen haben sich Schüler mit dem Thema „Upcycling“ befasst. Dabei entstanden aus Abfall hübsche und nützliche Dinge wie Handtaschen, Mützen oder Deko-Artikel. Während der Projektwoche produzierten Schüler ein Umweltvideo.

An der IGS in Obernkirchen stand die Projektwoche unter dem Motto „Ökologie im Schulalltag“. Dabei haben die Schüler nicht nur an sich selbst gedacht, sondern auch eine Solaranlage für ein Projekt im Tschad unterstützt.

Am Adolfinum in Bückeburg nehmen sich die „Umweltdetektive“ verstärkt der Mülltrennung an. Noch steht dort in jedem Klassenraum nur ein Abfalleimer, in dem Papier, Plastik und Restmüll landen. Bald sollen es drei Mülltonnen sein – und es soll getrennt werden.

Im Landkreis Schaumburg sind 27 Schulen mit rund 13.000 Schülern beteiligt.  kk

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