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„Der heimischen Wirtschaft geht es gut“

Neujahrsempfang in Bückeburg „Der heimischen Wirtschaft geht es gut“

Joachim Schorling hat ein insgesamt positives Bild der Lage im Landkreis gezeichnet: „Der heimischen Wirtschaft geht es gut – auch in dieser politisch unsicheren Zeit."

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Von der munteren Fragerunde auf der Bühne lassen sich die Gäste informieren.

Quelle: rg, kk

Bückeburg. Dass der Vorstand der Volksbank in Schaumburg mit dieser Einschätzung nicht allein ist, bewies gestern Abend im Großen Rathaussaal der bestätigende Applaus von 160 fachkundigen Gästen. Sie waren der Einladung der Volksbank, der Kreishandwerkerschaft und des Steuerberaterverbandes zum Neujahrsempfang gefolgt. Schorling sprach übrigens auch für das eigene Institut: Die Volksbank in Schaumburg sei 2015 in allen Geschäftsfeldern gewachsen. Bei der Bilanzsumme sei ein Plus von zehn Prozent zu erwarten.

Die positive Grundstimmung wird auch von den Handwerkern und den Steuerberatern bestätigt. Erwin Tatge, stellvertretender Kreishandwerksmeister, sprach von einer großen Zufriedenheit bei den Handwerkern. 50 Prozent von 120 befragen Betrieben schätzten die Lage als gut ein, 45 Prozent als befriedigend – das beste Ergebnis seit Jahren. Besonders die Branchen, die von energetischen Sanierungsprojekten profitierten, hätten dicke Auftragsbücher.

„Eigentlich geht es uns gut“, stimmte auch Gerald Siegmann, Vorsitzender des Steuerberater-Ortsverbandes mit Blick auf die Klienten zu. Schränkte aber ein: „Viele Schulen und Straßen sind kaputt, da kann doch etwas nicht stimmen.“

Doch auch Schorling und Tatge machten aus Risiken und Problemen keinen Hehl: Genannt wurden unter anderem die niedrigen Zinsen, die besonders den Geldinstituten zu schaffen machen, und der Fachkräftemangel.

Bei der Suche nach Auszubildenden sieht sich das Handwerk immer häufiger in Konkurrenz zur Industrie und zu den Hochschulen. „Junge Leute wollen vorankommen“, fasst Schorling seine insgesamt positiven Erfahrungen zusammen. Und drei junge Leute hatten die Veranstalter an diesem Abend auch eingeladen, um frischen Wind ins Programm zu bringen. Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage kamen nicht als trockene Statements rüber, sondern entsprangen einer munteren Fragerunde. Marius Spohr, Johanna Maria Lübke und Tim Neugebauer von der Schülergenossenschaft des Rintelner Gymnasiums Ernestinum stellten kluge Fragen und ernteten aussagekräftige Antworten.

An ihrer Begeisterung hat sicherlich auch Alexander Munke seine helle Freude gehabt. Der Gastredner arbeitet als Coach für Motivation und Kommunikation und verfügt über bemerkenswerte Talente: Mit Handpuppen und Gitarre, Mimik, Gestik und Wortspielereien warb er für Engagement im Betrieb. Motto: „Wer mit den Hühnern gackert, kann nicht mit den Adlern fliegen.“

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