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Der nächste Streit bahnt sich an

Bückeburg / Spectaculum Der nächste Streit bahnt sich an

Neue Runde im Konflikt zwischen Gisbert Hiller, Veranstalter des „Mittelalterlich Phantasie Spectaculums“ (MPS), und dem Landkreis Schaumburg: Zwar wurde die Großveranstaltung nach einem klärenden Vor-Ort-Gespräch zwischen Veranstalter und Behörde auf dem Mausoleumsgelände unter bestimmten Auflagen genehmigt, doch einige dieser vom Landkreis auferlegten Pflichten gehen dem Chef des MPS weiterhin viel zu weit. Und widersprechen sich zum Teil – das lässt sich auch aus Sicht eines neutralen Beobachters kaum abstreiten – selbst.

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Das Feuerspektakel darf aufgeführt werden – aber nur unter Auflagen. © jp

Bückeburg (jp). Dickster Stein des Anstoßes sind die Brandsicherheitswachen, die das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum an allen vier Veranstaltungstagen auf dem Gelände vorzuhalten hat. Weil das der Landkreis so fordert, sagt Gisbert Hiller.

Stimmt nicht, sagt der Landkreis Schaumburg in Gestalt von Brandschutzprüferin Elke Baum-Schuba, zuständig im Ordnungsamt des Kreises für den vorbeugenden Brandschutz, diese Brandsicherheitswachen habe der Veranstalter von sich aus in sein Sicherheitskonzept geschrieben, sie seien aber keine Auflage des Landkreises.
Für den Brandschutz versicherte sich Gisbert Hiller der Unterstützung durch die Werksfeuerwehr der Glashütte Rinteln.

Zehn Aktive der Werksfeuerwehr sind an beiden Wochenenden auf dem Veranstaltungsgelände präsent. Können aber im – bislang noch nie eingetretenen – Ernstfall nur sehr eingeschränkt gegen ein Feuer einschreiten. Weil nämlich auf Anordnung von Brandschutzprüferin Baum-Schuba die Rintelner Feuerwehrleute der Glashütte zwar durch ihre Kleidung als Brandsicherheitswachen gekennzeichnet und erkennbar sein müssen, aber keine Ausrüstung oder Einsatzkleidung mit sich führen dürfen.

Als „völlig unsinnig“ empfinden MPS-Chef Hiller und Pressesprecher Edwin Ball diese Regelung und fragen: „Wenn es jetzt tatsächlich einmal brennen würde, sollen dann unsere Brandsicherheitswachen gar nicht selbst zum Einsatz kommen, sondern wiederum eine andere Feuerwehr rufen?“

Auch aus Kreisen der Feuerwehr ist zu hören, dass man kein Verständnis für diese Einschränkung habe: Logisch könne man das Verbot der Einsatzkleidung nicht nachvollziehen, erklärte ein anonym bleiben wollender Brandschützer (Name der Redaktion bekannt) während des Spectaculums im Gespräch mit unserer Zeitung. Nur um des lieben Friedens willen und um die Auseinandersetzung nicht noch weiter eskalieren zu lassen, habe man sich darauf eingelassen.

Elke Baum-Schuba verwies auf Nachfrage unserer Zeitung auf die geltende und zu beachtende Gesetzeslage, die bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung die Feuerwehr Bückeburg-Stadt für offiziell zuständig ansieht.

Aber noch manch andere Regelungswut des Landkreises geht den MPS-Veranstaltern gehörig gegen den Strich. „Riesige Fluchtwegschilder haben wir überall aufhängen und gewaltige Flutlichtmasten installieren müssen, was wir in den vergangenen 15 Jahren nie gebraucht haben“, so Gisbert Hiller. „Das alles hat uns enorm viel Geld gekostet, aber wir hatten keine andere Wahl.“

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