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Derzeit eine „Hängepartie“

Bückeburg Derzeit eine „Hängepartie“

Die bereits seit einigen Jahren diskutierte Erweiterung des bestehenden Verbundtarifs des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) auf vergünstigte Einzelfahrscheine für Bahnreisende ist das Thema einer Informationsveranstaltung gewesen, zu der die Senioren-Union Bückeburg in den „Jetenburger Hof“ eingeladen hat.

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GVH-Geschäftsführer Ulf Mattern erläutert, warum es noch nicht zu einer Ausweitung des für den Großraum Hannover bestehenden Verbundtarifs gekommen ist.

Quelle: wk

Bückeburg. Den Anstoß dafür hatte ein in unserer Zeitung veröffentlichter und mit „Vollbremsung bei GVH-Tarif“ betitelter Artikel gegeben, in dem berichtet worden war, dass es aus Sicht der niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) „nichts bringt, nun auch die Einzeltickets zu verbilligen“, da sich die Fahrgastzahlen in den S-Bahnen dadurch nicht weiter steigern lassen würden. So jedenfalls hatte es deren Sprecher Rainer Peters kundgetan. Verbunden mit dem Hinweis, dass die Kosten für eine entsprechende Ausweitung des Verbundtarifs auch eine große Belastung für die Landkreise darstellen würden, da sich diese daran finanziell beteiligen müssten.

 Als Referenten hatte die Senioren-Union nun den Geschäftsführer der Großraum-Verkehr Hannover GmbH, Ulf Mattern, eingeladen, der seinerseits über den aktuellen Stand der Dinge informieren sollte.

 In seiner bisherigen Form sei der GVH-Tarif ein echtes „Erfolgsmodell“ in Niedersachsen, befand Mattern. Denn pro Tag würden im Schnitt rund 15000 Berufspendler die Bahn nutzen, um damit aus den umliegenden Landkreisen in die Landeshauptstadt zu kommen. Und da der GHV-Tarif von den Landkreisen und dem Land Niedersachsen bezuschusst werde, könnten jene Fahrgäste bei den vergünstigten Fahrpreisen „jede Menge Geld sparen“.

 Zusätzliche Kosten von drei Millionen Euro

 Würde man zukünftig auch verbilligte Einzelfahrscheine im Rahmen des Verbundtarifs anbieten, die 25 Prozent günstiger als der Normaltarif sein sollten, kämen auf die Region Hannover und die Landkreise insgesamt drei Millionen Euro an zusätzlichen Kosten zu. Wobei allerdings noch unklar sei, inwieweit sich das Land Niedersachsen an diesem Betrag beteiligen würde. Davon wiederum würden indes die Landkreise abhängig machen, ob sie sich an der Erweiterung des GVH-Tarifs beteiligen.

 Insofern habe man in dieser Angelegenheit derzeit also eine „Hängepartie“, sagte Mattern. Die „Zielsetzung der Großraum-Verkehr Hannover GmbH sei aber weiterhin, mit der Erweiterung des GVH-Tarifs „2015 an den Start zu gehen“. Vor diesem Hintergrund empfahl er, beim niedersächsischen Wirtschaftsminister „mit Nachdruck“ darauf hinzuweisen, dass nahezu alle um die Landeshauptstadt herumliegenden Landkreise den erweiterten GVH-Tarif haben wollen. Dabei sollte man den Wirtschaftsminister auch fragen, warum eine Verbunderweiterung im Großraum Hamburg, an der sich das Land Niedersachsen bereits finanziell beteiligt, anders zu beurteilen sei als eine Verbunderweiterung im Großraum Hannover.

 Die von Mattern genannten drei Millionen Euro Zuschussbedarf auf sieben Landkreise aufgeteilt, das Ganze zudem noch differenziert nach deren Größe, seien „ein Betrag, der doch zu wuppen ist“, befand Pörtner. Denn letztlich sei es ja nur ein sechsstelliger Betrag, den jeder Landkreis tragen müsse. Und überhaupt: „Was werden denn sonst alles für Millionen ausgegeben.“

 Pörtner befürchtet „Verhohnepiepelung“

 Sollte die Erweiterung des GVH-Tarifs, über die nun schon seit vier, fünf Jahren diskutiert werde, scheitern, wäre dies nach Meinung Pörtners jedenfalls eine regelrechte „Verhohnepiepelung“ der in den betroffenen Landkreisen lebenden Menschen.

 Erfreut zeigte sich der CDU-Mann indes über die Entwicklung der Mitgliederzahlen der Senioren-Union: Vor viereinhalb Jahren habe man mit rund 15 Mitgliedern begonnen, und jetzt zähle man bereits 153 Mitglieder, berichtete er. Dies sei eine Entwicklung, auf die man durchaus stolz sein dürfe. Denn: „Das kann nicht nur Zufall sein in einer Zeit, in der die Mitgliederzahlen in vielen Parteien nach unten gehen.“wk

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