Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Die FDP setzt auf Arbeiten, Familie und Kinder

Bückeburg / Parteien Die FDP setzt auf Arbeiten, Familie und Kinder

Bewahrung des Erreichten und Bückeburg als kinder- und familienfreundlich weiterentwickeln, ohne neue Schulden zu machen: Das sind die Aussagen, die sich wie ein roter Faden durch das Wahlprogramm der Bückeburger FDP ziehen. Auf zwei DIN-A4-Seiten hat das Programm inklusive eines Fotos der vier Kandidaten Platz. Es trägt den Titel: „Bückeburg hat Zukunft. Wir machen uns stark“.

Voriger Artikel
Vom Siechtum bedrohter Sport
Nächster Artikel
„Unzertrennliche“ geben Pokal nicht her

Hans-Heinrich Hansen (von links), Joachim Reinke, Brigitte Bödeker und Hendrik Tesche treten für die Bückeburger FDP bei der Kommunalwahl an. © rc

Bückeburg (rc). „Wir haben es bewusst sehr knapp gehalten, da viele Wähler solche Programme ohnehin schnell zur Seite legen“, erklärten Brigitte Bödeker und Hans-Heinrich Hansen (Kandidaten für den Wahlbereich II, West) sowie Hendrik Tesche und Joachim Reinke (Wahlbereich I, Ost), als sie gestern das Programm der Öffentlichkeit vorstellten.

Als Wahlziel gaben sie aus, wieder Fraktionsstatus erreichen zu wollen, also mit zwei Ratsherren im neuen Bückeburger Rat vertreten sein zu wollen, der am 11. September neu gewählt wird. Obwohl: „So ganz sicher sind wir uns nicht aufgrund der Gesamtlage der Partei.“ Und: Schaumburg sei schon immer schwierig für die Liberalen gewesen. Werde die FDP wieder in den Rat gewählt, gebe es keinen Grund zu einer Umorientierung. Die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen in der Mehrheitsgruppe „war sehr gedeihlich. Es ging immer um die Sache und nicht um Ideologien.“ So wie es in Kommunen vor Ort sein müsse.

Mit vier Punkten wollen die Liberalen die Bückeburger bewegen, ihre drei Kreuzchen hinter der FDP und ihren Kandidaten zu machen. An erster Stelle nennen sie Bückeburg als attraktiven Wirtschaftsstandort. Heimische Betriebe und Existenzgründer müssten unterstützt werden, das Hafenkonzept für Berenbusch und den Regioport weiterentwickelt werden. Dabei müssten die weichen Standortfaktoren wie ein positives Grundklima oder Bückeburg als kinder- und familienfreundliche Stadt herausgestellt werden.

Nur so könne es gelingen, vorhandene Arbeitsplätze zu sichern, in Bückeburg wohnende Familien zu halten oder aber Neubürger zu gewinnen. Ausbau der Betreuung der Dreijährigen, flexiblere Öffnungszeiten der Kindergärten, Förderung von Tagesmüttern, Sicherung und Verbesserung der Schul- und Radwege sowie mehr Sauberkeit auf den Spielplätzen, nennen die Liberalen als konkrete Punkte.

Bödeker: „Kindergärten müssen über die bisherigen Kernzeiten hinaus geöffnet haben, um Eltern die Möglichkeit zu geben zu arbeiten.“ Hans-Heinrich Hansen: „Die Radwege entlang von Rintelner oder Steinberger Straße sind schlecht.“ Und auf der oberen Langen Straße komme es häufig zu gefährlichen Situationen, wenn ausparkende Autofahrer herannahende Radfahrer zu spät sehen.

Sauberkeit ist auch eines der Schlagworte, um Bückeburg als beliebtes und lebendiges Tourismusziel zu unterstützen und das kulturelle Angebot auszuweiten und zu fördern. An einigen Stellen sei zu beobachten, dass das Stadtbild mehr und besser gepflegt werden könnte: „Wo es schon unordentlich oder dreckig ist, kommt sehr schnell mehr hinzu.“ Und eine konkrete Forderung: Ein absenkbarer Poller in der Fußgängerzone in Höhe der Einmündung Braustraße, um endlich den Durchgangsverkehr aus der Langen Straße herauszuhalten. Das sei überfällig und würde die gute und vielfältige Gastronomie weiter unterstützen.

Bückeburg sei „schon ein Kleinod“, stellt die Partei fest. Zum Beispiel könnte es sich das Bauamt aber auf die Fahnen schreiben, Immobilienbesitzer in der Stadt ausführlich zu beraten, wenn es etwa um die Sanierung von Fassaden geht. Dr. Hendrik Tesche: „Es geht nicht um Geld, sondern um Informationen, der stilgerechten Gestaltung.“ Regenerative Energiekonzepte sollten ausgebaut und unterstützt werden, so ein weiteres Detail unter dem Programmpunkt „Bückeburg als lebenswerte Stadt mit Historie und Zukunft.“ Dort muss nach Vorstellung der Liberalen die Förderung von Jugend- und Sportangeboten ausgebaut werden. Als Stichworte nannten sie die Skater-Anlage an der Petzer Straße und die Einrichtung von Mountain-Bike- Strecken, die legalisiert werden müssten.

Auf Aussagen zum Seniorenbereich haben die Liberalen übrigens bewusst verzichtet. Wie Brigitte Bödeker (70) erklärte, seien es die Älteren, die vieles verursacht hätten, was heute die Probleme sind und an denen die jüngeren Generationen noch lange zu tragen hätten.

• Informationen: www.fdp-bueckeburg.de. Die Homepage wird in Kürze freigeschaltet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg