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„Die Korrekten gucken in die Röhre“

Bückeburg / UV-Schutz-Verordnung „Die Korrekten gucken in die Röhre“

Nachdem zu Beginn des Jahres die aktuelle Fassung der UV-Schutz-Verordnung in Kraft getreten war, geht es in der mitunter recht turbulenten heimischen Solarium-Szene noch ein wenig heißer her als ohnehin.

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Für Solarium-Besucher gelten seit Beginn des Jahres neue Vorschriften.

Quelle: bus

Bückeburg (bus). Die Branche hatte bereits vor zwei Jahren, als der Sonnenbank-Besuch für unter 18-Jährige verboten worden war, einige Irritationen erlebt. Jetzt schreibt die „Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung“ (UVSV) den Studiobetreibern zudem verbindlich vor, ihr Personal zu schulen und dessen Wissen regelmäßig aufzufrischen. Unter der Hand werden Vermutungen laut, dass sich nicht alle Betreiber an die Vorgaben halten.

 „80 Prozent der Inhaber sind sowieso Banditen“, sagt ein Insider, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Die Nichteinhaltung der Vorschriften führe zu enormen Wettbewerbsverzerrungen. „Es ärgert mich, dass die Sonne in Bückeburg nicht mal zu Einkaufspreisen rausgeschmissen wird“, schildert ein anderer Anonymus seine Gemütslage. Er vermutet, dass die Bestimmungen von den zuständigen Behörden nicht ausreichend kontrolliert werden. „Die schwarzen Schafe verdienen sich dumm und dämlich, und die Korrekten gucken in die Röhre.“

 Die „für den Betrieb von UV-Bestrahlungsgeräten, die zu kosmetischen Zwecken oder für sonstige Anwendungen am Menschen außerhalb der Heil- oder Zahnheilkunde gewerblich oder im Rahmen sonstiger wirtschaftlicher Unternehmungen eingesetzt werden“, geltende Verordnung regelt darüber hinaus technische Details wie Notstopp-Knöpfe und Zwangsabschaltung sowie das Vorhalten von UV-Schutzbrillen und die Einhaltung der europäischen Richtlinie zum Strahlungsmaß. „Die Leute müssen ihre Geräte umrüsten, und das kostet Geld“, erläutert einer der Beschwerdeführer.

 Die UVSV hält hinsichtlich der Fortbildung fest, dass „die Schulung fachliche Kenntnisse für einen sicheren Umgang mit UV-Bestrahlungsgeräten sowie Kenntnisse in den allgemeinen Wirkungen von UV-Strahlung auf den Menschen und für die Einschätzung des individuellen Risikos von UV-Strahlung vermitteln“ muss. Die Schulungsdauer beträgt mindestens zwölf Stunden. Überdies sind die Betreiber gehalten, ihre Kunden umfangreich zu informieren. „Dauerhaft und deutlich sicht- und lesbar an dem UV-Bestrahlungsgerät angebracht“ muss etwa – unter der Überschrift „Warnung“ – der Hinweis sein: „Vorsicht! UV-Strahlung kann akute Schäden an Augen und Haut verursachen, führt zu vorzeitiger Hautalterung und erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Empfehlungen zum Gesundheitsschutz beachten! Schutzbrille tragen! Medikamente und Kosmetika können die UV-Empfindlichkeit der Haut erhöhen.“

 „Vielleicht liegen die Verstöße gegen die Vorschriften auch daran, dass diese noch nicht überall bekannt sind“, räumt einer der kritischen Beobachter ein. Was eine stärkere Kontrolle umso notwendiger erscheinen lasse. „Schatten auf der Sonnenbank können wir nicht gebrauchen.“

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