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Die Planungen laufen weiter

Verzögerungen beim Krippenbau Die Planungen laufen weiter

Die Bau- und Umbauzeit für die Krippe in der ehemaligen Blindow-Schule in Bückeburg wird sich voraussichtlich um drei Monate verzögern. Es zeichne sich ab, dass die angestrebte Eröffnung nicht mit Beginn des Kindergartenjahres am 1. August 2017 erfolgen kann, sagt Bürgermeister Reiner Brombach.

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Bevor der Innenausbau vorangetrieben werden kann, muss eine Entscheidung her, welches Heizsystem künftig in der neu entstehenden Krippen- und Kindertagesstätte an der Hinüberstraße zum Einsatz kommt.

Quelle: rc

Bückeburg. Er versicherte aber, dass allen Kindern, ob neu angemeldet oder aber aus den gekündigten Krippengruppen aus dem „Haus des Kindes“, am 1. August ein Platz für die Übergangsphase zur Verfügung stehen wird: „Es wird keiner auf der Straße stehen.“ Das habe er auch den Eltern versichert, deren Kinder von der Kündigung der Krippenplätze im „Haus des Kindes“ betroffen sind.

Anfrage an die PLSW gestellt

Derzeit werden in der Verwaltung bereits erste Vorbereitungen für Räumlichkeiten getroffen, in denen die Kinder in der Übergangsphase untergebracht werden können. Außer den bestehenden Einrichtungen kommen auch Räume in derzeit ungenutzten Bereichen der Herderschule in Frage. Zudem sei eine Anfrage an die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) gestellt worden, um die frei werdenden Räume der Krippengruppen an der Bahnhofstraße für einige Monate anmieten zu können. Das Personal würde von der Stadt gestellt. Eine Antwort der PLSW liegt nach Angaben des Bürgermeisters noch nicht vor. Brombach schloss auch nicht aus, dass eventuell Container angemietet werden müssten.

Der Krippenbereich sollte ursprünglich Mitte des Jahres fertig sein. Fünf Gruppen werden dort entstehen beziehungsweise umziehen: Zwei aus dem Haus des Kindes, eine aus der Städtischen Kindertagesstätte am Unterwallweg, die dort nur provisorisch untergebracht ist, zwei sind neue Gruppen, mit denen der gesetzliche Anspruch der Eltern auf die Krippenbetreuung gedeckt wird.

Frage nach dem Energiekonzept

Derweil sind auch über die Feiertage die Planungsarbeiten für den Umbau weitergelaufen. Insbesondere die Politik hatte nach der Sitzung des- Bau- und Umweltausschusses Hausaufgaben in Form eines Gutachtens mitbekommen, das sie bis Januar zu bewerten hat: die Frage, mit welchem Energiekonzept die Einrichtung betrieben werden soll. Mit einem stinknormalen“ Gas-Brennwertkessel, der zwischen 20 000 bis 25 000 Euro kosten würde. Oder aber mit Geothermie, Wärmepumpen, Solaranlage und/oder Photovoltaik, die je nach Ausstattung und Auswahl bis zu 180 000 Euro kosten können. Je weniger investiert werde, desto höher seien die jährlichen Betriebskosten und desto höher der CO2-Ausstoß. Je mehr investiert werde, desto geringer seien die laufenden Betriebskosten und damit die CO2-Emission.

Die favorisierte Lösung, wie es im Ausschuss hieß: Unter dem Aspekt des Klimaschutzes hat ein Gas-Brennwertgerät kombiniert mit zwei Gas-Absorptionswärmepumpen Sole/Wasser (Geothermie) in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage auf dem Süd- und Ost-Dach das beste Kosten/Nutzenverhältnis bezogen auf CO2-Ausstoß beziehungsweise CO2-Einsparung gegenüber dem Bestand. Die Anlage amortisiert sich in knapp neun Jahren bei einer Senkung der CO2-Emissionen um 95,2 Prozent oder knapp 120 Tonnen pro Jahr.

Klar ist jedenfalls, dass die Stadt verpflichtet ist, KfW-Mindeststandards zu erfüllen, um günstiger an Geld zu kommen. Und auch der CO2-Ausstoß muss reduziert werden. Gegenüber der vorherigen Nutzung hat das Gebäude einen höheren Energiebedarf, da in den Krippengruppen mehr Warmwasser aufbereitet werden muss.

Die Entscheidung muss zügig im Januar gefällt werden, da von ihr die Folgearbeiten in der Herrichtung des Gebäudes abhängen: Wo müssen welche Schächte gebohrt und Leitungen verlegt werden? Und welche Heizkörper sind für das ausgewählte Energiesystem geeignet? rc

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