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„Die Resonanz ist überwältigend“

500 Jahre Reformation „Die Resonanz ist überwältigend“

Zum Abschluss ihrer Festwochen anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe noch einmal ein großes Fest gefeiert. Den stilvollen Rahmen dafür bot am Sonnabend das als Veranstaltungsort ausgewählte Schloss Bückeburg.

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Fulminanter Abschluss

Um Teamwork geht es bei einem von den Konfirmanden der Kirchengemeinde Frille mitgebrachten Geschicklichkeitsspiel, bei dem Holzklötze übereinandergestapelt werden müssen.

Quelle: wk

Bückeburg. Im Schlossgarten präsentierten sich die 22 Mitgliedsgemeinden der Landeskirche mit Info-Ständen und Mitmach-Aktionen. Auch Pavillons mit Leckereien und Getränken zur Verköstigung der Besucher waren dort aufgebaut. Zudem diente der Gartensaal des Schlosses als Cafeteria und in dem daran angrenzenden Innenhof wurde ein unterhaltsames Bühnenprogramm geboten.

 Angefangen bei einem „Luther-Rap“ (Nina Dopheide), der bei einem deutsch-polnischen Begegnungsprojekt des Ratsgymnasiums Stadthagen entstanden war und instrumental von dessen Theater-Band intoniert wurde, über Livemusik der lokalen Kirchenband „Grenzgänger“ bis hin zu einem Auftritt des Improvisationstheaters „Vona Leine“, eine wortgewandte, schlagfertige Spaßtruppe aus Hannover, in der auch der Pollhäger Pastor Uwe Herde mitmischt.

Wünsche für eine bessere Welt

 Bunt war darüber hinaus das Angebot im Schlossgarten. So konnten die Besucher etwa an einem Stand des „Weltcafé“ (Treff von Gemeindemitgliedern und Flüchtlingen) der Stadthäger St.-Martini-Kirchengemeinde ihre Wünsche für eine bessere Welt auf einer halbmetergroßen Weltkugel vermerken. „Freundliche, fröhliche Menschen“, „keine Atomwaffen“, „sichere Arbeitsbedingungen“ und „Essen ohne Gentechnik“ war darauf unter anderem zu lesen. Der fünfjährige Henner Vieregge klebte – unterstützt von seiner Mutter Stefanie Vieregge – seine Wünsche ebenfalls dazu: „Lieb sein“ und „kein Krieg“.

 Antworten auf die Frage, was Glück bedeutet, sammelte indes die Kirchengemeinde Meerbeck, in deren Pavillon im Gegenzug selbst gemachte Backwaren kredenzt wurden. Darunter beispielsweise knusprige „Luther-Thesen-Röllchen“, in denen jeweils ein zusammengerollter Zettel mit einem überlieferten, geistreichen Spruch des Reformators steckte.

 Und um exemplarisch noch eine Aktion zu nennen: Sportlich ging es bei der Kirchengemeinde Seggebruch zu, wo sich die Kinder beim Tischkicker miteinander messen durften. Wer zwei Spiele gewann, erhielt als Sachpreis eine „Martin-Luther“-Figur der Marke Playmobil geschenkt. Daneben waren dort Fotos ausgestellt, auf denen zu sehen war, wie abwechslungsreich die Kirchengemeinde ihren in Seggebruch stehenden Schaukasten gestaltet – als Kontrast zum bloßen Aushängen von Info-Zetteln.

Auch zahlreiche kirchenferne Besucher

 „Die Resonanz ist überwältigend“, resümierte Hartmut Ahrens, Pastor i. R. und Mitglied des Festkomitees. Auf 300 bis 400 Menschen schätzte er die Anzahl derer, die dem Kirchenfest einen Besuch abstatteten. Als Erfolg verbuchte er die Veranstaltung überdies, weil nicht nur Jung und Alt vertreten waren, sondern außer Gemeindemitgliedern auch kirchen-externe Besucher gekommen waren.

 In diesem Kontext verriet er, dass man das Schlossgelände nicht zuletzt auch deswegen als Location gewählt habe, um eher kirchenfernen, aber dennoch interessierten Menschen die möglicherweise bestehende Schwellenangst zu nehmen, deretwegen diese ein auf kirchlichem Terrain ausgerichtetes Fest vielleicht nicht besucht hätten. wk

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