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Die Sache selbst in die Hand nehmen

Bückeburg Die Sache selbst in die Hand nehmen

„Durch die Sichtweisen der Jugendlichen werden wir die Politik bereichern“, hat Stefan Reinecke zum Abschluss des zweiten Bückeburger Jugendforums festgehalten.

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Junge Leute und Politik? Passt zusammen, wie das Bückeburger Jugendforum zeigt. bus

Bückeburg. Der Optimismus des Stadtjugendpflegers basierte auf dem bemerkenswerten Interesse der jungen Leute an dem mehrstündigen Treffen. „Ich bin total positiv überrascht, wie viele sich an einem Freitagabend hier im Rathaus eingefunden haben“, hatte Bürgermeister Reiner Brombach zu Beginn der Zusammenkunft zum Ausdruck gebracht.

 Die unter dem Motto „Politik we can – wenn nicht Du, wer sonst?“ von der Stadtjugendpflege in Absprache mit dem Bündnis für Familie initiierte Veranstaltung solle helfen, „Wünsche so zu artikulieren, dass wir damit hinterher auch in die Entscheidungsgremien hineingehen und gemeinsam mit euch versuchen können, diese Wünsche in die Realität umzusetzen“, erläuterte das Stadtoberhaupt. „Ich finde es toll, dass ihr eure Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen und es nicht immer nur den Alten überlassen wollt, über die Angelegenheiten der Jungen zu entscheiden.“

 Allerdings dauerten politische Prozesse mitunter eine erhebliche Weile, merkte Brombach an. „Manchmal geht das selbst uns zu langsam.“ Dessen ungeachtet würden sich Rat und Verwaltung alle Mühe geben, den Vorstellungen der Jugendlichen zu entsprechen. „Das wird nicht immer eins zu eins gelingen“, räumte der Bürgermeister ein, „aber wir werden die Punkte ernsthaft in die Überlegungen einbeziehen, wie wir Jugendpolitik in Zukunft besser gestalten können.“

 Einen Teil der in drei Workshops – hier ging es um die Themenfelder „Freizeitangebote in Bückeburg“, „Mitbestimmen in Bückeburg“ und „Politischer Talk in der Schule“ – dürften die Politiker mit Überraschung zur Kenntnis nehmen. So zielte eine der Hauptforderungen auf die Einrichtung eines Jugendbeirats ab. „Für die Kanalisierung der Jugendarbeit gibt es bislang kein Gremium“, führte ein Sprecher aus. Der Beirat solle regelmäßig und kontinuierlich tagen, in den Ratsausschüssen vortragen und ein Sprachrohr für die Jugendlichen darstellen. „Wir würden gerne viele Dinge auf den Weg bringen.“

 Eine weitere Idee drehte sich um die Verbesserung der in der Ex-Residenz vorgehaltenen Einkaufsmöglichkeiten. Die Geschäfte entsprächen häufig nicht dem Geschmack der Jugendlichen, erläuterte Jugendpfleger Reinecke. „Sie würden hier gern einkaufen gehen, können aber nichts Passendes finden.“ Veränderungen soll eine schriftliche Kontaktaufnahme mit den Geschäftsinhabern herbeiführen. Fürs Formulieren des Briefes möchten die Ideengeber Bürgermeister Brombach um Hilfestellung bitten.

 Des Weiteren machten sich die Teilnehmer Gedanken über den Standort einer innerstädtischen Multifunktionsanlage. In diesem Zusammenhang wurden die frühere Herder-Schule und der Neumarktplatz ins Feld geführt. Die zunächst zur Diskussion gestellten Standorte Schlosspark und Parkpalette tauchten in der Schlusszusammenfassung nicht mehr auf.

 In der Gruppe „Politischer Talk in der Schule“ stand der Komplex „Schulpolitik und Arbeitsbelastung“ ganz oben auf einer Liste möglicher Themen. Auf Platz zwei und drei folgten „Cybermobbing und Gewalt“ sowie „Recht auf Bildung“ (mit besonderer Berücksichtigung von Flüchtlingskindern). Weiterhin von Interesse waren „Gleichberechtigung zwischen Arm und Reich“ sowie „Datenschutz – der gläserne Mensch“.

 Die Organisatoren machten auf demnächst anstehende Ausschusssitzungen des Stadtrates aufmerksam, in denen die rund zwei Dutzend teilnehmenden Jugendlichen sich einen Eindruck von den Entscheidungsfindungen der lokalen Politik verschaffen können: 15. Oktober Ausschuss für Jugend und Familie, 21. Oktober Feuerschutzausschuss, 22. Oktober Sport- und Partnerschaftsausschuss, 27. November Bau- und Umweltausschuss.  bus

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