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„Die Welt ist nicht friedlicher geworden“

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag „Die Welt ist nicht friedlicher geworden“

Das Ehrenmal für die Toten der Kriege sei zugleich ein Mahnmal für die Überlebenden, begann Oberprediger Wieland Kastning seine Ansprache bei der Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Ehrenmal im Bückeburger Schlosspark. Dabei gelte das Gedenken auch allen, die Leben, Heimat, Gesundheit oder Angehörige in Folge von Flucht und Vertreibung verloren.

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Schwungvoll und klanggewaltig

BU: Kranzniederlegung: Am Ehrenmal im Schlosspark gedenken Bürger, Politiker und die Bundeswehr der Toten zweier Weltkriege.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. . Bis heute sei die Welt jedoch nach den großen Kriegen des vergangenen Jahrhunderts nicht friedlicher geworden, so Kastning. „Wer 1989 davon träumte, der wird heute enttäuscht sein.“ Der Nahe Osten brenne, und Afrika blute aus vielen Wunden. Freiheit und Menschenrechte könnten heute in vielen Teilen der Welt nur mit der Waffe gegen Gewalt und Fanatismus verteidigt werden. Dazu seien die Soldaten der Bundeswehr bereit, die heute in vielen Teilen der Welt Dienst täten. „Wir achten und wertschätzen ihren Dienst und beten, dass sie wohlbehalten an Leib und Seele von ihren Einsätzen nach Hause kehren.“

Europa erlebe nach wie vor – seit 71 Jahren – eine Phase des Friedens, so Wieland Kastning. Das Gefühl der Sicherheit sei jedoch spätestens seit den Terroranschlägen in Paris vor genau einem Jahr verschwunden. Heute gehe die Angst vor dem islamistischen Terror in ganz Europa um. Doch diese Angst dürfe nicht zu Abschottung, Ausgrenzung oder Fremdenhass führen. Die Angst dürfe nicht die Seele der entwickelten europäischen Kultur aufessen, referenzierte Kastning auf den Titel eines bekannten Spielfilms von Rainer Werner Fassbinder aus den siebziger Jahren. „Der Ungeist geht wieder durch unser Land, dass der, der anders ist, weniger wert sei. Wir alle sind gefordert, für Freiheit, Recht und Menschenwürde einzustehen.“

Nach der Ansprache legten Vertreter der Stadt, der Bundeswehr sowie diverser Gruppen Kränze am Ehrenmal nieder. Umrahmt wurde die Gedenkfeier von einem Ehrenzug der Bundeswehr sowie der Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt, vom Posaunenchor der Stadtkirchengemeinde sowie vom Schütte-Chor unter Leitung von Ingrid Reinert. jp

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