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Die schwierige Wiedergeburt

Osterrocknacht in Bückeburg Die schwierige Wiedergeburt

Die von „United Noise“ ausgerichtete Osterrocknacht ist schon fast eine Bückeburger Tradition. Seit 15 Jahren pilgern Tausende Fans aufs Kronenwerksgelände – teilweise aus ganz Deutschland. Diesmal allerdings stand das für heute angekündigte Event lange auf der Kippe.

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Auch ohne finanzielle Unterstützung steigt die Feier bei den Kronenwerken.

Quelle: mig

Bückeburg. „Wir haben ein Vierteljahr mit uns gerungen“, fasst Oliver Werner die Entscheidungsfindung zusammen. n das vergangene Jahr erinnert sich Werner nur ungerne. An die Sache mit den Toiletten, den Antrag, die Ablehnung. Wobei: Eigentlich hatte alles gut begonnen. Die CDU-Fraktion hatte „United Noise“ auf dem Kronenwerksgelände besucht und Unterstützung signalisiert. Konkret ging es um die maroden Toiletten, die seit Jahren saniert werden müssen. „Wenn Jugendliche in Bückeburg so was in Eigenregie und mit Engagement aufbauen, können wir als Stadt das auch mal mit einer anständigen Toilette honorieren“, meinte der Vorsitzende Axel Wohlgemuth damals.

Doch die Mehrheitsfraktion im Rat wollte nicht mitziehen und verhinderte schließlich die finanzielle Unterstützung der Musikerinitiative. Als Grund wurde angeführt, dass die Toiletten vom Mieter instand gesetzt werden müssten. Ergo sei die Stadt der falsche Ansprechpartner. Werner, der Vorsitzende des Vereins, kann dieses Argument nicht nachvollziehen: „Unsere Vermieter sind schon jetzt ausgesprochen großzügig. Normalerweise müssten wir drei oder vier Mal so viel Miete zahlen wie jetzt. Da können wir nicht zu unseren Vermietern gehen und sagen, mach mal.“ Es ist vor allem die verschwendete Zeit, über die Werner sich heute ärgert: „Was wir da für Energie reingesteckt haben, hätten wir besser nutzen können.“

"Bei uns feiern viele"

Dabei sei es gar nicht die Entscheidung selbst gewesen, die alle Mitglieder „am Boden zerstört“ zurückgelassen hat, ärgert sich Werner über die Mehrheitsfraktion: „Es war die Art und Weise, wie das passiert ist, der Umgang.“ Dass inzwischen ganz Bückeburg auf dem ehemaligen Kronenwerksgelände feiert, sei ebenfalls nicht berücksichtigt worden: „Bei uns feiert das Adolfinum seine Abifeten, Blindow hat hier gefeiert und und und. Bei uns feiern ganz viele ihren Geburtstag oder Familienfeste“, sagt Werner. Daher gab es für die Entscheidung „null Verständnis“.

In der Folge habe man sogar über ein Aussetzen der Osterrocknacht nachgedacht: „Wir haben uns dann gedacht, wenn wir nicht gebraucht werden, dann braucht Bückeburg 2016 vielleicht auch keine Osterocknacht.“ Dass es so weit nicht gekommen ist, ist auch den treuen Rocknacht-Fans zu everdanken, die Werner mit Anrufen und E-Mails bombardiert hätten. Als so langsam durchsickerte, dass man über ein temporäres Aus der Osterrocknacht nachdenkt, gab es „viel Gegenwind“, sagt Werner.

Für ihn und die Mitglieder war das eine willkommene Energiedusche, die schließlich zu einer positiven Entscheidung führte: „Wir hatten sowieso richtig Lust auf die Osterrocknacht und wir wollen auch in diesem Jahr wieder in die lachenden Augen der Fans sehen.“ „United Noise“ mache die Osterrocknacht „für Bückeburg, egal ob die Mehrheitsfraktion uns für förderungswert erachtet oder nicht.“ Der Verein habe noch nie seine Hand aufgehalten und werde das auch in Zukunft nicht machen.

"Jabba’s Cortex sind dabei"

Und so steht nun fest: Sonnabend steigt ab 18 Uhr die Osterrocknacht auf dem Kronenwerksgelände hinterm Bahnhof. Mit dabei sind Bands wie „Jabba’s Cortex“, „Wet Beach“, „Sigman Sand“, „Mokephone“, „VoltAge“ und „Clock:Wise“, die sich in der Mehrzahl dem harten Rock verpflichtet fühlen.

Ansonsten ist bei der 14. Nacht alles wie gehabt: Das Eintrittsbändchen kostet zwei Euro inklusive Osterfeuer. Ab 0 Uhr wird im Indoorbereich weitergefeiert. Die Lehnstraße ist währenddessen gesperrt. Besucher werden gebeten, die Parkplätze am Bahnhof zu verwenden. Die Einnahmen sollen übrigens – nach Abzug aller Umkosten – zur (Teil)-Sanierung der Toiletten verwendet werden. mig

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