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Donatus und Lilly haben’s geschafft

Ultramarathon Donatus und Lilly haben’s geschafft

Sie haben die Herausforderung angenommen und tatsächlich geschafft: Erbprinz Heinrich Donatus zu Schaumburg-Lippe und seine Mutter Lilly zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg sind zugunsten der Hilfsorganisation „Interhelp“ einen Ultamarathon durch die bulgarischen Berge gelaufen.

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Guten Mutes: Foto vom Tag zwei des 160-Kilometer-Laufes.

Quelle: pr.

Bückeburg. „160 später – und wir haben‘s geschafft“, meldete sich der Erbprinz über Facebook ebenso erschöpft und überglücklich nach seiner Ankunft im bulgarischen Sarnitsa, dem Start und zugleich Ziel der letzten, 30 Kilometer messenden Laufetappe.

160 Kilometer an fünf Tagen – dieser für die meisten normal trainierten Menschen geradezu surrealen Herausforderung hat sich das Mutter-Sohn-Gespann gestellt, um Spenden für das „Interhelp“-Projekt „The Youth Village“ auf den Philippinen einzuwerben. Es unterstützt Waisenkinder in der 2013 von dem Taifun Haiyan heimgesuchten Stadt Davao.

Quer durch die Wildnis

Dabei war das sportliche Duo nicht etwa auf geraden, ebenen Straßen unterwegs, sondern zumeist auf abgelegenen Waldwegen quer durch die bulgarische Bergwildnis. Dabei kreuzten nicht nur diverse Streunerhunde und Wildpferde ihren Weg, sondern einmal sogar zwei Wölfe.

Aber auch von Schlamm und teilweise sintflutartigen Regenfällen ließen sich der vom britischen Militär sportgestählte Donatus (22) und seine Mutter Lilly (43) nicht aufhalten.

Tag eins: Bereits den ersten Laufabschnitt von 30 Kilometern hatten sie auf 2040 Höhenmetern begonnen, „was sich in den Muskeln sofort bemerkbar machte“, wie der Erbprinz telefonisch aus Bulgarien berichtete.

Tag zwei unterbrachen Donatus und Lilly für die Besichtigung eines bulgarischen Dinosaurierparks. „Das war ein riesengroßer Fehler, weil uns danach nur noch die Beine eingeschlafen sind.“ Insbesondere, als es die letzten zwölf Kilometer nur noch bergauf ging.

Tag drei wurde mit 42 Kilometern zur härtesten und intensivsten Belastungsprobe des fünftägigen Laufs. „Einmal habe ich 15 Minuten im Schlamm gesteckt und kam kaum noch voran“, so Donatus im Rückblick auf den „peak day“, der die beiden ab Kilometer 29 mit heftigen Regenfällen an den Rand der Aufgabe brachte.

„Ich hätte mir in der Vorbereitung niemals vorstellen können, dass mich Regen derart belasten würde. Jedes Szenario hätte mich nicht umgeworfen – außer Regen.“

Tag vier nahm sich dem gegenüber mit „nur“ 26 Laufkilometern geradezu harmlos aus.

Der Abschluss am fünften und letzten Lauftag forderte den beiden hingegen noch einmal alles ab: „Auf den letzten fünf Kilometern fing es an, geradezu apokalyptisch zu regnen.“

Sonne kurz vor dem Ziel

Als Donatus seine wirklich allerletzten Kraftreserven mobilisierte, wurde er belohnt, weil 100 Meter vor dem Ziel die Sonne herauskam. Wenige Minuten nach dem Erbprinzen lief auch Mutter Lilly über die gedachte Ziellinie, die in Summe aller fünf Tage die angestrebten 160 Kilometer Ultramarathon ergab.

„Hey Leute, wir haben es geschafft, und ich bin absolut fertig“, verkündete Donatus per Videobotschaft in Internet. Und ein stolzer Vater Alexander zu Schaumburg-Lippe kommentierte auf Facebook: „Hat’s noch nie gegeben, wird kein Mutter/Sohn-Gespann jemals nachmachen. Ihr seid einzig! Making history.“

Großzügige Spendensummen

Das Medieninteresse für den Charity-Lauf des Bückeburger Adelssprosses und seiner Mutter war groß. Dementsprechend konnte sich Donatus bereits während des Ultramarathons über einige wirklich großzügige Spendensummen für das Interhelp-Projekt freuen.

Offiziell läuft das Funding für „The Youth Village“ noch bis zum 30. Juni. Aber natürlich kann auch danach noch für die Unterstützung der Waisenkinder in Davao gespendet werden.  jp

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