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Dreharbeiten für „Die Unsichtbaren“

Schloss als Filmkulisse Dreharbeiten für „Die Unsichtbaren“

Eine geeignete Kulisse: Auf Schloss Bückeburg haben Dreharbeiten für einen Film stattgefunden – und zwar für den dokumentarischen Spielfilm „Die Unsichtbaren – jüdischer Widerstand in Berlin“.

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Eine große Familie: Die Filmcrew vor Schloss Bückeburg. 

Quelle: CINE PLUS Filmproduktion

Bückeburg . Regisseur ist Claus Räfle. Die Hauptrollen spielen Max Mauff (Bridge of Spies, Victoria), Alice Dwyer (Strawberry Bubble Gums, Drei Zimmer/Küche/Bad), Ruby O. Fee (Als wir träumten) und Aaron Altaras (Nicht alle waren Mörder, „Mörderhus“).

 In weiteren Rollen sind unter anderem Victoria Schulz, Florian Lukas, Andreas Schmidt, Sergej Moya, Maren Eggert und Steffi Kühnert zu sehen. Auf der Grundlage ausführlicher Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen, die zum Vorbild der Filmfiguren wurden, schrieb Alejandra Lòpez zusammen mit Räfle das Drehbuch.

 Zum Film: Vier jüdische Teenager entkommen Anfang der vierziger Jahre ihrer Verhaftung und Deportation. Sie haben sich eine perfekte Tarnung zugelegt, leben mitten in der Reichshauptstadt Berlin, sind auf sich allein gestellt und in ständiger Angst, entdeckt und ermordet zu werden. Oft ist es ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem Zugriff der Gestapo bewahrt.

 Das NS-Regime hatte 1943 die Reichshauptstadt für „judenrein“ erklärt. 7000 Juden war es zu diesem Zeitpunkt gelungen, unterzutauchen. Fast 1700 werden Verfolgung und Krieg in Berlin überleben.

 „Die Unsichtbaren“ erzählt die Geschichten von vier dieser Zeitzeugen. Hanni Lévy (Alice Dwyer) ist Vollwaise und gerade 17 geworden. Dank ihrer blondierten Haare ist sie für ihre Verfolger nahezu unsichtbar und spaziert tagsüber über den Ku’damm, um sich die Zeit zu vertreiben. Auch Cioma Schönhaus (Max Mauff) taucht ab. Er führt ein abenteuerliches Leben: Cioma kauft sich ein Segelboot, logiert in den feinsten Restaurants der Stadt, wird zum Passfälscher und rettet so Dutzenden anderen Juden das Leben. Eugen Friede (Aaron Altaras) schließt sich einer Widerstandsgruppe an, die Flugblätter verteilt. Ruth Arndt (Ruby O. Fee) träumt tagsüber zusammen mit einer Freundin von einem Leben in Amerika und serviert nachts, als Kriegswitwe getarnt, in der Wohnung eines NS-Offiziers Schwarzmarkt-Delikatessen.

 Ergänzt werden die Spielszenen durch Interviews mit den realen Vorbildern der Filmfiguren. Die Ebenen verschmelzen zu einem dichten, emotional bewegenden Spielfilm. Vier von 1700 Unsichtbaren: Ihre Erzählungen wachsen zu einer spannenden Erfahrung des Überlebens zusammen und machen auf diese Weise ein weitgehend unbekanntes Kapitel des jüdischen Widerstandes sicht- und erfahrbar.

 Auf Schloss Bückeburg sind es bei dieser Produktion nicht die prachtvollen Säle, in denen gedreht wird, sondern in den Räumen unter dem Dach, die der Öffentlichkeit nur bei speziellen Führungen zugänglich sind. Hier werden Szenen gedreht, die die „Unsichtbaren“ in ihren Verstecken und ihrem Leben auf Berliner Dachböden zeigen. Ende vergangener Woche waren die Dreharbeiten in Bückeburg abgeschlossen.

 Gedreht wird noch bis zum 4. Mai in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Der Film startet voraussichtlich im Sommer 2017 im Verleih von Tobis Film, den Weltvertrieb hat Beta Cinema übernommen.

 „Die Unsichtbaren“ ist eine Koproduktion von cine plus Filmproduktion, LOOK! Film und maze pictures zusammen mit der ARD (NDR, RBB, SWR und WDR). Die Produzenten sind Räfle, Frank Evers und Jörg Schulze. Federführender Redakteur der ARD ist Marc Brasse, Regie führt Räfle. Als Kameramann fungiert der international renommierte Jörg Widmer. Für die Ausstattung zeichnet K.D. Gruber verantwortlich. rc

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