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Bückeburg Stadt Dritter Anlauf von Erfolg gekrönt
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Dritter Anlauf von Erfolg gekrönt
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00:17 30.07.2017
Auftritt vor gut gefülltem Marktplatz: Dirk Flieger (von links), Felicitas Kopka, Bettina Wenthe, Matthias Wenthe und Jens Lüpke sind das „Cowhouse Project“. Quelle: bus
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BÜCKEBURG

„Heute sind wir zuversichtlich, dass alles glattgeht“, begrüßte Hauptorganisator Albert Brüggemann das erwartungsfrohe Publikum auf dem gut besuchten Marktplatz. Die zuvor von ihm gehörten Klagen, denen gemäß die Bückeburger sich vom Wettergott ungerecht behandelt fühlten, könnten jetzt hoffentlich zu den Akten gelegt werden. „Wir freuen uns auf eine fantastische Formation.“ In Bezug auf den Namen der in einer früheren Rinderherberge in Meinsen-Warber entstandenen Band meinte Brüggemann: „Das muss so wie Weihnachten gewesen sein, denn da ist ja auch etwas in einem Kuhstall passiert, und das war hinterher ganz wunderbar.“

Und das in der Besetzung Bettina Wenthe (Gesang), Matthias Wenthe (Gitarre, Gesang), Felicitas Kopka (zweite Gitarre und zweite Gesangsstimme), Jens Lüpke (Vibrafon) und Dirk Flieger (Perkussion) aufspielende Quintett mochte der Einschätzung Brüggemanns musikalisch nicht widersprechen. Zwar brachte es keine Weihnachtslieder zu Gehör, aber seine fein miteinander verwobenen Klänge ließen insbesondere die Freunde entspannt-ausgefeilter Harmoniefolgen auf ihre Kosten kommen.

Beifall ohne Ende

Das „Project“ spielte überwiegend Titel seiner Debüt-CD „Summer Woods“, zumeist pfiffige Folk-Formate, die mal mit Jazz- ein anderes Mal mit Bossa-Nova-Verwandtschaft daherkommen. Einige Stücke stammten aus der Feder der aus Berlin angereisten Mitstreiterin Felicitas Kopka. Bei den von Matthias Wenthe gesungenen Liedern „Caledonia“ und „Wild Mountain Thyme“ griffen die Interpreten auf traditionelle Kompositionen zurück. Die in englischer Sprache singende und auf akustischen Instrumenten angenehm unaufgeregt musizierende Band erhielt den stärksten Beifall für Titel, in denen Bettina Wenthes eher folkverwandte Stimme und Felicitas Kopkas tiefer angesiedelter Soulakzent aufeinandertrafen. Das Publikum notierte mit Wohlwollen, dass die Musiker weitgehend auf persönliche Eitelkeiten und solistische Selbstdarstellungen verzichteten und stattdessen ein auf hohem technischem Niveau angesiedeltes Gesamtbild präsentierten.

Anzumerken ist, dass der Himmel über dem Marktplatz meist wolkenlos und strahlend blau war. „Bei Regen hätten wir aber auch problemlos mit unseren Instrumenten umziehen können“, erläuterte Frontfrau Wenthe. Womit auch Perkussionist Flieger und dessen umfangreiches Equipment gemeint war. „Der kann zur Not auf einem Salzstreuer spielen.“ bus

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