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Drohnen-Forum im Museum

Zweite Veranstaltung in Bückeburg Drohnen-Forum im Museum

Auch das zweite Rotor-Drohnen-Forum im Bückeburger Hubschraubermueum hat wieder reichlich Publikum angezogen. Vonseiten der Organisatoren hieß es, die Akzeptanz für Drohneneinsätze im zivilen Bereich sei groß. Dabei könne es sich zum Beispiel um die Überwachung von Industrieanlagen handeln.

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Im Zelt präsentieren mehrere Drohnenhersteller ihre technischen Neuentwicklungen.

Quelle: wk

 „Das Interesse ist groß“: Mit der Resonanz auf das zweite Rotor-Drohnen-Forum im Hubschraubermuseum hat sich Thomas Mallwitz, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins Hubschrauberzentrum Bückeburg, recht zufrieden gezeigt. Bei der Premiere im November 2015 habe man rund 50 Teilnehmer gezählt, diesmal seien mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland dabei: Hersteller von Drohnen, professionelle Anwender solcher unbemannten Fluggeräte und andere Experten aus der Luftfahrt.

Die Akzeptanz für bestimmte zivile Einsatzbereiche von Drohnen sei „sehr groß“, sagte Achim Friedl, Organisator der Veranstaltung und Vorstandsmitglied des „Verbandes für unbemannte Luftfahrt (UAV D A CH e.V.)“. So sei einer 2016 erhobenen Studie, bei der ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung zu diesem Thema befragt worden sei, zu entnehmen, dass 88 Prozent der Befragten die Verwendung von Drohnen bei Hilfseinsätzen anlässlich von Naturkatastrophen und Notfällen befürworten.

77 Prozent hätten sich zudem für die Überwachung von Industrieanlagen mittels Drohnen ausgesprochen und 68 Prozent für die entsprechende Überwachung der deutschen Staatsgrenzen. Ferner seien 63 Prozent für den Einsatz von Drohnen im landwirtschaftlichen Bereich, während 24 Prozent deren Verwendung im Sport- und Freizeitbereich für sinnvoll halten.

Gleichwohl müsse dafür Sorge getragen werden, dass die Verwendung von Rotor-Drohnen möglichst sicher sei, betonte Friedl. Weshalb eine Änderung der Luftverkehrsordnung anstehe, die dahingehend neue Regelungen beinhalte, dass „beide Partner“, die bemannte und die unbemannte Fliegerei, „sicher im Luftraum fliegen können“.

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte er, dass es im Bereich aller zivilen und militärischen Flughäfen bereits Flugverbote für Drohnen gebe. Außerdem seien in manchen Drohnenmodellen sogenannte „Geo-Fencing-Systeme“ eingebaut, die anhand der GPS-Daten des Fluggerätes Sperrzonen erkennen und eine solche Drohne am Überfliegen des virtuell gespannten Zaunes (Englisch: Fence) hindern. Ebenso gebe es Abwehrsysteme, zum Beispiel an Atomanlagen, die zu nah herankommende Drohnen erkennen und mittels eines Störsenders zum Absturz bringen.

Angedacht ist laut Friedl überdies, Drohnen mit einem spezielle Funksignale aussendenden Transponder auszustatten, sodass diese etwa von Verkehrsflugzeugen frühzeitig erkannt werden. Ebenso müsse an den unbemannten Fluggeräten eine Kennzeichnung angebracht werden, die die Identifikation des jeweiligen Halters ermöglicht, sollte dieser mit seiner Drohne einen Unfall verursachen.

Grußwort von General Uwe Klein

Zu den Grußrednern gehörte Uwe Klein, General der Heeresfliegertruppe und Kommandeur des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums Bückeburg. Er erwähnte, dass die Bandbreite der heute verfügbaren Drohnen von der kleinen 18-Millimeter-Drohne bis zum Schwergewicht reicht, wobei die jeweiligen Einsatzbereiche breit gefächert sind.

Bürgermeister Reiner Brombach zeigte sich erstaunt, dass in diesem speziellen Segment der Fliegerei in rechtlicher Hinsicht vieles „noch so ungeregelt“ ist. Das Rotor-Drohnen-Forum bezeichnete er angesichts der dort versammelten Fachkompetenz als „eine Veranstaltung, die ihresgleichen sucht“.

wk

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