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ECE will bis Ende 2015 ein Center errichten

Minden ECE will bis Ende 2015 ein Center errichten

Der Hamburger Investor ECE will zwischen Bäckerstraße, Hellingstraße und Grimpenwall die Wesertor-Galerie mit rund 25000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten.

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Der Hertie-Komplex soll zum 1. Juli 2012 von ECE übernommen werden.

Quelle: bus

Minden. Das erklärte der für das geplante Mindener Objekt zuständige Projektentwickler und Anwalt Nikolaus Thätner. Der ECE-Mann hat die Mitglieder des Hauptausschusses bereits über das Vorhaben informiert.

 „Wir legen los“, gab Thätner zuvor ein eindeutiges Signal. Liefe alles im üblichen Zeitrahmen, könne mit der Eröffnung des Einkaufscenters im Herbst 2015 gerechnet werden. Insgesamt will die ECE mehr als 100 Millionen Euro in die Galerie auf der Grundstücksfläche Hertie/C&A/Bowlingbahn/Parkhaus Marienwall investieren.

 Nach eingehenden Gesprächen mit dem Anwalt Hans-Gerd Jauch von der Sozietät Görg Partnerschaft in Köln, der inzwischen die Insolvenzverwaltung für die Mindener Immobilie des insolventen Konzerns Karstadt/Arcandor übernommen hat, habe eine Vereinbarung über die Übernahme des Hertie-Komplexes zum 1. Juli 2012 geschlossen werden können, erklärte Nikolaus Thätner. Zuvor hatten sich Arcandor und der insolvente britische Investor Dawny Day einigen können, nachdem der Verkauf des Objektes an der Bäckerstraße von Arcandor an Dawny Day nicht abschließend abgewickelt worden war.

 Auch die nicht einfachen Eigentumsverhältnisse beim C&A-Gebäude, das 2003/2004 mit vielen anderen Objekten des Textilkonzerns in einen Publikum-Fonds gegeben worden war, hätten geklärt werden können, so der Projektentwickler: „Wir sind uns wirtschaftlich einig.“ Weitgehend abgeschlossen seien zudem die Verhandlungen mit den Erbengemeinschaften, die kleinere Grundstücke unter der ehemaligen Hertie-Immobilie besitzen. „Somit können wir mit der Arbeit anfangen.“

 In den nächsten drei bis vier Monaten heiße es, „Minden zu lernen“, sagte Thätner mit Blick auf die bevorstehende Bestandsaufnahme. Danach wolle die ECE in einen intensiven bürgerschaftlichen Dialog treten. Dazu werde es eine Auftaktveranstaltung geben, die möglichst in den Räumen von Hertie an der Bäckerstraße stattfinden solle. „Wir möchten, dass die Bürger ihre Ideen und Vorstellungen einbringen können, bevor wir an die konkrete Planung gehen.“ Das Ganze werde in einem moderierten Verfahren stattfinden, das von einem externen Stadtplaner begleitet wird. „Wir rechnen mit hohem Interesse an dem, was wir machen wollen“, so der ECE-Entwickler.

 Etwa zur gleichen Zeit soll mit der Einleitung des Planverfahrens begonnen werden, das unter normalen Umständen im Sommer 2013 abgeschlossen werde könne. Erst dann werde es auch genauere Vorstellungen darüber geben, wie das Objekt gestaltet werden soll.

 Im Spätsommer 2013 sei dann damit zu rechnen, dass die Abrissarbeiten an der Bäckerstraße und an der Hellingstraße beginnen, für die Thätner ungefähr zwei Monate kalkuliert. Danach starte der Bau des Einkaufscenters, das verkehrstechnisch von einem Parkhaus am Marienwall her erschlossen werde könnte. Mit der Fertigstellung sei dann im Herbst 2015 zu rechnen – pünktlich zum Weihnachtsgeschäft.

 Thätner geht davon aus, dass die Geschäfte in der Galerie das mittlere bis gehobene Preissegment bedienen werden. Ein großer Elektronikmarkt sei ebenso geplant wie ein Supermarkt. Bis zu 50 Prozent der angebotenen Waren sollen Textilien sein, wobei die ECE im Vorfeld Gespräche mit dem Haus Hagemeyer führen wolle.

 Gleichzeitig betonte der Projektentwickler, dass damit zu rechnen sei, dass einige wenige Filialisten, die bislang in der Bäckerstraße ihre Geschäfte betreiben, sich in das Center orientieren werden.

 Bürgermeister Michael Buhre begrüßte die Entscheidung der ECE, in Minden zu investieren. „Ich bin davon überzeugt, dass ein Center sich insgesamt positiv auf die Innenstadt auswirken wird.“ Dieses gerade auch mit Blick auf den großen Einzugsbereich, den ein solches Einkaufszentrum habe. Gleichzeitig gelte es jetzt, sich zwingend um das Rathausquartier zu kümmern und dort eine Entwicklung anzustreben.

 Große Bedenken äußern unterdessen die Immobilien- und Standortgemeinschaften (ISG) Obermarktquartier und Rathaus-Innenhof. Ein Einkaufscenter am Wesertor werde der Obermarktstraße den Kundenlauf entziehen, wichtige Geschäfte würden umziehen, so die Befürchtung. „Mittelfristig droht dann am Markt und am Obermarkt die Verödung à la Simeonstraße“, heißt es in einer Erklärung der ISG, die vor Kurzem Bürgermeister Michael Buhre übergeben wurde.

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