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Bückeburg Stadt Eigentlich ein „friedliches Volk"
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Eigentlich ein „friedliches Volk"
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00:16 09.10.2013
Jutta Hinsch überreicht Reinhard Meiffert das Mediator-Zertifikat. Quelle: bus
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Bückeburg

Die von der Vorsitzenden der BDS-Bezirksvereinigung Hannover-Bückeburg, Jutta Hinsch, während eines Schulungsforums im Wilhelm-Külz-Zimmer des Ratskellers überreichte Urkunde attestiert dem Empfänger zudem Kenntnisse in den Bereichen Konfliktanalyse, Konfliktregelung und Gesprächsführung.

 Horst Schwarze stellte in einem kurzen Grußwort die Bedeutsamkeit der Schiedspersonen heraus. „Sie üben zum Wohle der Mitmenschen eine segensreiche Tätigkeit aus“, betonte der stellvertretende Bürgermeister. Das Amt helfe, die Gerichte zu entlasten und Geld zu sparen. Das habe in der Ex-Residenz in den zurückliegenden Jahren immer gut geklappt. „Schiedsleute müssen über ein ausgleichendes Wesen verfügen und vor allen Dingen wissen, wie die Menschen ticken“, erläuterte der ehrenamtliche Richter und Schöffe.

 Meiffert führte aus, dass er in den sechs Jahren seiner Tätigkeit knapp 50 Verfahren geführt habe. Dabei weise das Auftreten von schlichtungswürdigen Ereignissen gewisse Unregelmäßigkeiten auf. „Bückeburg hat immer bestimmte Phasen, in denen offensichtlich viel Streit entsteht“, merkte der frisch ernannte Mediator an. Auffällig (im positiven Sinn) seien etwa die Jahre, in denen das Bürgerschießen gefeiert wird. „Dann verträgt man sich, in den Jahren dazwischen habe ich wirklich anständig zu tun“, merkte der ausgebildete Berufsberater an. In arbeitsreichen Jahren seien bis zu 30 Vorfälle zu bearbeiten. „Ansonsten ist das hier eigentlich ein friedliches Volk“, schilderte Meiffert den Gästen seine Eindrücke.

 Die Bezirksvereinigung Hannover-Bückeburg umfasst etwa 40 Städte und Gemeinden. In ihnen sind rund 150 Männer und Frauen als Schiedspersonen tätig. Die Schiedsämter sind zuständig für Delikte wie nachbarrechtliche Streitigkeiten, Beleidigung, Hausfriedensbruch, Verletzung des Briefgeheimnisses, leichte Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Auseinandersetzungen um Geldforderungen (etwa bei Verträgen mit Handwerkern). In Bückeburg wird Meiffert von seiner Stellvertreterin Marianne Rüther unterstützt.

 Die Teilnehmer des Schulungsforums nutzten die Zusammenkunft, zudem, um mehrere Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Während der Veranstaltung hielt der Vorsitzende des Anwaltvereins Bückeburg, Karsten Martens, einen Vortrag zum Thema Zwangsvollstreckung. bus

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