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Ein Großer ist nicht mehr

Bad Eilsen Ein Großer ist nicht mehr

Ein großes Herz hat aufgehört zu schlagen – Max Schwab ist tot. Der langjährige und verdiente Bürgermeister des Badeortes starb am 27.

Bad Eilsen. April im Alter von 89 Jahren. Gemeinsame Weggefährten beschreiben den früheren Oberlandesmedizinaldirektor der damaligen LVA und engagierten Christdemokraten als einen sehr korrekten und hochdisziplinierten Menschen.

 Bei zahlreichen Rucksacktouren durch Skandinavien stellte Max Schwab, der im Zweiten Weltkrieg ein Bein verloren hatte, seinen starken Willen unter Beweis. Dünkeldenken war ebenso wenig seine Sache wie Thekenpolitik. Als Politiker traf er seine Entscheidungen ohne Ansehen der Person stets an der Sache orientiert – getrieben allein von einer produktiven Ungeduld.

 Max Schwab war 1959 nach Bad Eilsen gezogen. Zwischen 1976 und 1994 und damit 18 Jahre lang führte er als Bürgermeister und in Personalunion auch als Gemeindedirektor Regie im Badeort; von 1991 bis 1994 lenkte er als Bürgermeister von Eilsen auch die Geschicke der Samtgemeinde als Ganzes.

 Nicht nur für die Parteifreunde von Max Schwab war es ein Schock, als er, 71-jährig, 1994 wegen einer schweren Erkrankung alle seine Ämter mit sofortiger Wirkung niederlegte, darunter auch seine sämtlichen Ratsmandate. Der Kommunalpolitiker hatte kurz nach Weihnachten einen schweren Herzinfarkt erlitten. Die Ratsmitglieder, denen Max Schwab in einem Brief für die gemeinsamen Jahre dankte, hatten die Nachricht betroffen und erschüttert aufgenommen.

 Egal, ob Kindergarten-Neubau oder Kurwege – die Zahl der Projekte, die die Handschrift des früheren Bürgermeisters tragen, ist Legion; sie im Einzelnen zu nennen, würde den Rahmen eines Nachrufes sprengen. Das Mitgefühl der Eilser gilt in diesen schweren Stunden den Angehörigen, eine Empfehlung des Autors den Politikern: Vielleicht kann es eines Tages eine Dr.-Max-Schwab-Straße im Kurort geben.

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