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Bückeburg Stadt Ein Quantensprung
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Ein Quantensprung
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00:23 15.01.2016
Andreas Buth Quelle: wk
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Bückeburg (wk)

Rund 160000 Euro teuer, erfüllt das von der Stadt Bückeburg (mit finanziellem Zuschuss des Landkreises Schaumburg) angeschaffte Spezialfahrzeug einen lang gehegten Wunsch der von Ortsbrandmeister Andreas Buth und dessen Vize, Stephan Schulze, geführten Brandschutztruppe.

 „Das ist für uns wirklich ein Quantensprung“, berichtete Schulze bei der Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr. Mit diesem Einsatzfahrzeug könne man den Erstangriff im Brandfall deutlich schneller durchführen als mit dem inzwischen ausgemusterten Vorgänger. Das neue MLF verfügt nämlich über einen mit 600 Liter Löschwasser gefüllten Tank, während das alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) nicht mit solch einem Wassertank, sondern eben lediglich mit einer Tragkraftspritze ausgestattet war. Diese jedoch musste erst vor Ort aufgebaut und an eine Wasserversorgung angeschlossen werden, bevor mit dem Löschen begonnen werden konnte.

 Darüber hinaus ist das neue MLF so konstruiert, dass zwei der insgesamt vier an Bord befindlichen Atemschutzgeräte dergestalt im Fonds des Fahrzeuges vorgehalten werden, dass diese quasi als Rückenlehnen zweier dortiger Sitze fungieren. Dadurch ist es den mitfahrenden Atemschutzgeräteträgern möglich, zumindest diese Pressluftflaschen nebst der dazugehörigen Ausrüstung in nur zwei, drei Minuten während der Fahrt zum Einsatzort anzulegen. Dabei können ihnen die ihnen dann gegenüber sitzenden anderen beiden Atemschutzgeräteträger bei Bedarf bequem helfen. Früher indes konnte die entsprechende Ausrüstung erst nach der Ankunft am Einsatzort angelegt werden, wodurch wertvolle Zeit verloren ging.

 Ebenfalls neu im Fuhrpark ist laut Buth ein gebrauchter Mannschaftstransportwagen (Volkswagen-Bulli T5), der für einen schon seit Längerem ausgemusterten, rund 30 Jahre alten Volkswagen-Bulli T3 angeschafft wurde. Bevor der T5 aber für Einsätze zur Verfügung steht, muss dieser erst entsprechend hergerichtet werden. Bedeutet: Das derzeit noch weiße Fahrzeug erhält eine rote Folienbeklebung sowie eine Sondersignalanlage (bestehend aus einem auf dem Dach montierten Blaulichtbalken und einer Heckabsicherung mit LED-Blitzleuchten). Außerdem wird ein Digital-Funkgerät ein- und eine Anhängerkupplung angebaut. „Wir hoffen, dass das Fahrzeug im ersten Quartal 2016 in Dienst gestellt werden kann“, ergänzte der Ortsbrandmeister.

 Hinsichtlich des Einsatzgeschehens informierte er über 15 Einsätze, die die Bergdorfer Feuerwehr-Aktiven im vergangenen Jahr gehabt hätten. Diese gliederten sich in drei Brandeinsätze, sieben technische Hilfeleistungen, eine Personensuche, drei „Meldereinläufe“ von Brandmeldeanlagen und einmal Ausrücken aufgrund eines Fehlalarms. Zum Mitgliederbestand ließ er wissen, dass die Ortsfeuerwehr Bergdorf am Stichtag 31. Dezember insgesamt 243 Mitglieder, davon 24 Aktive und davon wiederum zwölf Atemschutzgeräteträger, zählte. Die Jugendfeuerwehr besteht dabei aus lediglich einem Jugendlichen, weshalb sie „leider den Dienstbetrieb eingestellt“ habe.

 „Wir alle sind gefordert, in diesem Jahr einen neuen Versuch zu unternehmen, um wieder neue Mitglieder zu gewinnen“, betonte Buth. Dabei müsse man deutlich machen, dass Jugendliche bei der Jugendfeuerwehr nicht nur auf den aktiven Dienst vorbereitet werden, sondern auch viel für das Leben lernen.

 In diesem Kontext verwies er auf einen für Sonnabend, 5. März, geplanten und der Nachwuchswerbung dienenden Aktionstag, an dem interessierte Kinder im Alter von neun bis 16 Jahre sowie deren Eltern teilnehmen können respektive eingeladen sind.

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